Tierfotografie: die eigene Faszination fotografisch festhalten

08.04.2022

13 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 09.09.2026

Frau schießt Foto mit einem Stativ von einem weißen Hund

Haustierbesitzer kennen das – manchmal würde man am liebsten jede Pose festhalten, weil eine süßer ist als die andere. Auf dem Foto ist von Cuteness Overload dann aber plötzlich gar nichts mehr zu sehen. Damit ist jetzt Schluss: dank dem created Tierfotografie-Tutorial!

Das Wichtigste in Kürze

  • Tierfotografie verbindet Elemente der Natur-, Porträt- und Actionfotografie und erfordert Geduld sowie Fingerspitzengefühl
  • Für Einsteiger bietet das Smartphone eine gute Grundlage, um erste Erfahrungen in der Tierfotografie zu sammeln
  • Haustiere, Tiere im Park oder Zoo sowie Wildtiere eignen sich als Motive, stellen aber unterschiedliche Anforderungen an Fotograf:innen
  • Besonders natürliche und ausdrucksstarke Bilder entstehen oft auf Augenhöhe mit dem Tier und mit Fokus auf seine Augen
  • Natürliches Licht, kurze Verschlusszeiten und die Serienbildfunktion können dabei helfen, Tiere scharf und lebendig festzuhalten

Was ist Tierfotografie?

Als Teilbereich der Naturfotografie macht die Tierfotografie es sich zur Aufgabe, lebendige Tiere vor die Linse zu bekommen, sie bestenfalls in ihrem natürlichen Lebensraum abzulichten und ihre individuelle Persönlichkeit einzufangen. Damit weist das Fotografie-Genre Tendenzen aus den Bereichen Porträt und Action auf und vereint quasi the best of both worlds – genau das macht sie aber auch zu einer echten Herausforderung. Denn ob vertraut, verspielt oder wild: Unsere liebsten Modelle haben ihren ganz eigenen Kopf und sind dadurch nicht immer die kooperativsten Shooting-Partner.  

Wenn du dennoch Lust auf ein wenig Nervenkitzel hast und dazu noch eine Ladung Geduld und Fingerspitzengefühl mitbringst, dann steht deinem ersten tierisch guten Schnappschuss im Grunde nichts mehr im Weg. Wie? Das zeigen wir dir im Folgenden.  

Die richtige Ausrüstung für Tierfotos

Hund, Katz und Maus, Reptilien, Vögel und Fische – wenn die Welt der Tiere eines ganz besonders ist, dann vielseitig. Sie erstreckt sich über Wälder, Wiesen, Wüsten und Gewässer bis ins heimische Wohnzimmer und beherbergt unzählige Arten, Rassen und Charaktere, die in vielerlei Hinsicht sehr verschieden sind, aber allesamt eine große Faszination auf uns Menschen ausüben. Kein Wunder also, dass die Tierfotografie bei Hobby- wie auch bei Profifotografen als ein besonders beliebtes Genre gilt.  

Fairerweise müssen wir deshalb eins vorab klarstellen: Wenn du schon Erfahrung mit Tierfotografie hast und deine Skills auf ein neues Level bringen möchtest, dann war das Smartphone dir die längste Zeit ein treuer Begleiter – denn zum Profi-Equipment eines echten Tierfotografen gehört es ehrlich gesagt nicht unbedingt. Für Einsteiger hingegen bieten Handykameras mehr als genug Spielraum, um herumzuexperimentieren und erste Erfahrungen sowie überzeugende Ergebnisse zu sammeln. Wieso, weshalb, warum? Well…    

Auch interessant

Alles, was du zum Fotografieren mit dem Handy wissen musst, haben wir dir übrigens in unserer Themenwelt Smartphone Fotografie zusammengefasst. Schau doch mal rein!

Verschiedene Objektive für Profi-Tierfotografen

Wer einfangen möchte, wie sich scheue Tiere in freier Wildbahn verhalten, der bewahrt am besten einen gewissen Sicherheitsabstand und beobachtet sie aus der Ferne. Um trotz der Distanz scharfe Fotos schießen zu können, braucht es im Idealfall ein Teleobjektiv.  

Winzig kleine Flug- oder Krabbeltiere wie Insekten lassen sich am ehesten mit einem Makroobjektiv ablichten, um den Detailreichtum, den der kleine Körper offenbart, für das menschliche Auge sichtbar zu machen.  

Wo Tiere miteinander interagieren oder in Bewegung sind, kann der Sport- oder Bewegungsmodus, über den die meisten Kameras verfügen, in Kombination mit einem aktivierten Autofokus besonders präzise Ergebnisse erzielen. Hier wird mit kurzen Belichtungs- beziehungsweise Verschlusszeiten gearbeitet, um die Dynamik scharf und vor allem ohne Verwischungen abzubilden. So erwischst du auch schon mal einen Luftsprung oder einen Flügelschlag und machst aus authentischen Szenen einzigartige Erinnerungen.  

Grundsätzlich gilt: je kürzer die Verschlusszeit und je höher die Brennweite, desto größer auch die Chance auf einen guten Schuss. Dazu ein kurzer Exkurs: Bei einer hohen Verschluss- oder auch Belichtungszeit wird das Motiv während des Fotografierens länger belichtet. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Motiv bewegt und auf dem Foto verschwimmt – deshalb sollte sie bei der Tierfotografie möglichst kurz sein. Die Brennweite wiederum gibt den Abstand zwischen der Linse und dem Brennpunkt an und bestimmt auf diese Weise, wie groß der gezeigte Bildausschnitt ausfällt. Eine kurze Brennweite liegt zum Beispiel bei Weitwinkelaufnahmen vor, eine hohe Brennweite ermöglicht eine Darstellung von Motiven, die sich weiter weg befinden – deshalb eignet sich ein Teleobjektiv besonders gut, um beispielsweise scheue Rehe zu fotografieren. Wie hoch die Brennweite ausfällt, kannst du auf deinem Objektiv nachlesen: Hier findest du eine Angabe bestehend aus zwei Zahlen, der Mindest- und der Höchstbrennweite, zwischen denen du dich beziehungsweise dein Objektiv einpendeln kannst. 

Smartphone fürs Starter-Pack

Dass Smartphone-Kameras bei der Tierfotografie an einem gewissen Punkt an ihre Grenzen stoßen, heißt aber keineswegs, dass sie vollkommen nutzlos sind. Ganz im Gegenteil: Im Starter-Pack ist das Smartphone sogar bestens aufgehoben. Das gilt insbesondere für neuere Modelle, die in puncto Kamera auf höchste Qualität setzen und über immer mehr vielversprechende Features und Funktionen verfügen. So ist es bei modernen Handykameras keine Seltenheit mehr, dass du mittels manueller Einstellungen Einfluss auf die oben genannte Verschlusszeit und andere Faktoren – zum Beispiel den ISO-Wert und die Lichtstärke – nehmen kannst, die sich wiederum auf die Helligkeit des Bildes auswirken und auch bei suboptimalen Lichtverhältnissen gute Ergebnisse ermöglichen. Und auch der Zoom, mit dem du früher zwar näher ans Motiv herankamst, aber außer Pixeln und Unschärfe nicht viel bezwecken konntest, ist nicht mehr das, was er mal war. Inzwischen verfügen viele Handys über mehrere Kameras und ermöglichen damit auch das Switchen zwischen verschiedenen Brennweiten.  

Auch interessant

Damit du mit deiner Handykamera gut aufgestellt bist, haben wir dir hier noch mal zusammengefasst, worauf du beim Kauf achten kannst.

Das Smartphone bietet also durchaus eine gute Grundlage, um in die Tierfotografie einzusteigen. Fehlen nur noch die richtigen Bausteine, um die Base auch entsprechend zu bestücken und etwas Schönes draus zu machen.  

Die Wahl des Motivs

Für ein gutes Tierfoto ist die Wahl des Motivs der erste wichtige Schritt. Hierfür brauchst du – surprise, surprise – ein Tier. Welches es sein soll, hängt im Grunde einzig von deinen Vorlieben und natürlich den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ab. Hierbei kannst du dir die Vielfalt der Tierwelt zunutze machen und klein anfangen.  

Haustiere 

Foto vom Hund am Strand

Für die ersten Versuche eignen sich Haustiere ganz besonders. Sie sind die Interaktion mit Menschen gewöhnt, können vielleicht sogar Befehle und das ein oder andere Kunststück umsetzen und sind im Gegensatz zu Tieren in freier Laufbahn insofern berechenbar, als dass du ihre Verhaltensweisen kennst und ihre Reaktionen einschätzen kannst. Herrscht zwischen Tier, Besitzer und Umgebung eine Vertrauensbasis, wirkt sich das positiv auf die Atmosphäre aus – und die wiederum spiegelt sich in der Stimmung des Fotos.  

Ein weiterer Pluspunkt: Wenn du die Eigenarten deines felligen Freundes kennst, kannst du sie ausschöpfen, um den Tierfotos eine besondere und persönliche Note zu verleihen – sei es durch einen treudoofen Blick, eine lustige Schlafposition oder ein abgeknicktes Ohr. Und für den Fall der Fälle gibt es ja immer noch das gute alte Belohnungsprinzip – check also vorher kurz den Leckerli-Vorrat.  

By the way: Nur weil in Haustier das Wort „Haus“ steckt, heißt das natürlich nicht, dass andere Zwei- oder Vierbeiner (oder mehr), die dir vertraut sind, nicht auch als solche gelten können. Pferde, Hühner, Kühe und Co mögen streng genommen vielleicht nicht mit dir unter einem Dach wohnen, können aber trotzdem hervorragende Motive abgeben.  

Tierpark, Zoo & Co

Person macht Foto von einer Giraffe

Wenn du selbst kein Haustier besitzt, sich in deinem näheren Umfeld auch keine Möglichkeit ergibt oder du einfach deinen Horizont erweitern möchtest, kannst du dich raus aus deiner Komfortzone bewegen, ohne direkt Wälder und Wiesen unsicher machen zu müssen. Denken wir zum Beispiel mal an die Enten im Park um die Ecke – auch sie sind den Kontakt zum Menschen gewöhnt und oft dementsprechend zutraulich und tolerant.  

Gleiches gilt auch für Tiere, die in Tierparks oder Zoos leben. Hier kannst du auch exotischere Exemplare antreffen und so dein Portfolio erweitern. Die Gehege sorgen dafür, dass die Tiere sich nicht allzu weit entfernen können, und sind je nach Lage sogar von mehreren Seiten einsehbar. Ein Manko der Tierfotografie im Zoo: Zäune und Gitter machen sich im Bild nicht so gut und stören die Harmonie und das natürliche Feeling. Achte deshalb darauf, die Linse möglichst nah, sprich unmittelbar vor dem Zaun, zu positionieren und eine hohe Brennweite einzustellen – so kannst du Störfaktoren im Bildwinkel weitestgehend ausblenden.  

Besonders knifflig wird es, wenn sich das Objekt der Begierde in einem Aquarium oder Terrarium befindet. Meist sorgt die Lichtreflexion dafür, dass das Glas wie eine Art Spiegel funktioniert. Dann ist auf deinem Foto neben dem Star der Stunde auch noch ein unerwünschter Gast zu sehen: du selbst. Um das zu umgehen, brauchst du zum einen schwarze Klamotten und zum anderen ein Requisit der ganz besonderen Art – nämlich einen Pümpel. Ganz genau, das Ding, mit dem man eigentlich verstopfte Toiletten bearbeitet. Der Pümpel, der übrigens auch Saugglocke genannt wird, kann sich an Oberflächen festsaugen. Indem du den Stiel herauslöst, kannst du deine Kameralinse im frisch entstandenen Loch positionieren und drauf los fotografieren – dank der Glocke haben Reflexionen keine Chance.

Wildtiere in freier Natur

Last but not least die Königsklasse der Tierfotografie: Motive in freier Wildbahn. Hier sind der Fantasie im Grunde keine Grenzen gesetzt – schnapp dir dein Smartphone oder deine Kamera, begib dich auf die Lauer und warte darauf, dass sich ein erhabenes Wildtier vor deiner Linse platziert. Ein wenig Vorarbeit kann sich hier auszahlen: So lohnt es sich oft, zu recherchieren, wo sich welche Tierarten vermehrt herumtreiben und zu welchen Tageszeiten die Chancen besonders hoch sind, einen authentischen Einblick zu erhaschen und besonders ausdrucksstarke Bilder zu schießen.  

Mehr denn je sind beim Fotografieren in der Natur zwei Dinge ganz besonders wichtig:

  1. Geduld: Da es mitunter Stunden dauern kann, bis Hirsche, Rehe und andere Artgenossen deinen Weg kreuzen, macht sich ein Stativ bezahlt. Letztlich brauchst du für jedes gute Foto auch ein bisschen Glück – vor allem in der Natur. Wenn du mal leer ausgehst, sieh es positiv und betrachte den missglückten Foto-Walk einfach als Spaziergang – oder orientier dich kurzerhand um und schau, ob du vielleicht ein anderes Motiv erwischst. Spontanität und Aufmerksamkeit zahlen sich aus!  
  2. Respekt: Verhalte dich nach Möglichkeit nicht wie ein Eindringling und setz die Wildtiere keineswegs unter Stress. Verfolgen, Bedrängen und Aufscheuchen sind nicht nur ziemlich uncool, sondern können deinem Gegenüber auch unvorhersehbare Reaktionen entlocken und die Situation unter Umständen zu einer echten Gefahr anschwellen lassen. Nimm deshalb Rücksicht und sei respektvoll – schließlich willst du ja etwas von den Tieren und nicht andersherum.  

Blickwinkel und Fokus: Augenhöhe

Nachdem du dein Motiv ausfindig gemacht hast, nimmst du die Stellung ein, aus der du das Tier deiner Wahl fotografieren möchtest. Orientiere dich hierfür am besten an den Prinzipien der Porträtfotografie und begib dich mit dem Tier auf Augenhöhe. Wenn du also Hunde oder Katzen fotografierst, kannst du dich beispielsweise hinsetzen oder -hocken. Kleintiere wie Hasen, Mäuse und Meerschweinchen können auch eine liegende Position erfordern, größere Tiere wie Pferde oder gar Elefanten erlauben auch Aufnahmen aus dem Stand.  

Der Grund ist recht simpel: Wenn du einen Blickwinkel einnimmst, der dem des Tieres ähnelt, begegnest du ihm gewissermaßen als Gleichgesinnter – eben auf Augenhöhe. Das wirkt sich positiv auf die Stimmung aus und lässt die Proportionen realistisch erscheinen. Betrachtest du das Tier hingegen aus einem überhöhten Aufnahmewinkel, sprich von oben, wirkt es womöglich klein und unterwürfig. Fotos von unten wiederum können ebenfalls eine interessante Atmosphäre kreieren, indem sie das Motiv besonders groß wirken lassen und ihm so schon fast ein majestätisches Aussehen verpassen.  

Dennoch gilt bei der Wahl des Blickwinkels: Probier’s einfach aus. Auf diese Weise kannst du am besten herausfinden, welcher Winkel Katzen, Pferden und Co am meisten schmeichelt und wo das jeweilige Tier seine Schokoladenseite hat – und gibst auch unkonventionellen Aufnahmewinkeln eine Chance.

Um deine Fotos besonders lebhaft wirken zu lassen, kannst du den Fokus auf die Augen des Tieres richten. Sie transportieren echte Emotionen, erzählen Geschichten und verleihen dem Bild damit Intensität, Tiefe und – wie eine Modelikone des deutschen Privatfernsehens immer so schön sagt – Personality. Wenn du manuell fokussierst, nimmst du am besten das Auge ins Visier, das dir am nächsten ist.   

Bildaufbau und Positionierung

Sehr eng mit Blickwinkel und Fokus verwoben sind der Bildaufbau und die Positionierung des Tiers in der Komposition. Auch hier orientieren wir uns an Faustregeln, die dir vielleicht schon aus anderen Kontexten – zum Beispiel Porträts, Selfies oder Food-Fotos – bekannt sind.  

Beginnen wir mit dem Goldenen Schnitt beziehungsweise der Drittelregel als vereinfachte Form. Sie widmet sich der Position des Objekts im Bild und sorgt für eine harmonische Komposition, die wir als stimmig wahrnehmen. Gemäß der Drittelregel bildet das Tier, anders als vielleicht intuitiv angenommen, nicht das Zentrum der Aufnahme, sondern befindet sich leicht versetzt auf der linken oder rechten Seite des Bildes. Am einfachsten kannst du den Bildaufbau kontrollieren, indem du in deiner Kamera-App auf dem Smartphone das vorinstallierte 3x3-Raster öffnest. Nun sollten sich auf deinem Display vier Linien über dein Fotomotiv erstrecken, aus denen sich neun Kästchen ergeben – angeordnet in drei Dreier-Reihen. Für ein ideales Ergebnis richtest du die Kamera jetzt so auf dein Fotoobjekt, dass sich der Fokuspunkt – also zum Beispiel der Kopf beziehungsweise besser noch die Augen – mindestens auf einer der Linien, bestenfalls sogar auf einem der Kreuzpunkte befindet. Wenn du jetzt noch ein paar Kleinigkeiten hinzuziehst, steht dem perfekten Bild nichts mehr im Wege:  

  1. Achte darauf, dass der Körper des Tieres nicht abgeschnitten ist. Das wirkt unnatürlich und wird dem Shooting-Star nicht gerecht.  
  2. Richte deine Kamera so aus, dass du – und auch die späteren Begutachter deines Meisterwerks – dem Blick des Tieres folgen können. Wenn ein Hase zum Beispiel nach rechts oben schaut, sollte sich der Fokuspunkt auf dem unteren linken Kreuzpunkt befinden. Hierhin wird am Ende die Aufmerksamkeit des Betrachters gezogen – dann folgt sie sachte dem Blick des Tieres und kann sich somit durchs Bild bewegen und die Natur oder andere Hintergrund-Elemente zur Kenntnis nehmen und bestaunen.  

Klingt eigentlich ganz easy, oder? Ist es auch – und effektiv noch dazu. Jetzt noch das passende Licht, die richtige Kameraeinstellung und schon kannst du loslegen und Fotos schießen, die du dir später gern ansiehst – und die auch Familie, Freunde und deine zukünftige Fanbase in ihren Bann ziehen!  

Licht und Kameraeinstellungen 

Auch in der Tierfotografie gilt: natürliches Licht is key. Zu welcher Tageszeit du die schönsten Momente einfängst, hängt zwar in erster Linie vom Lebensrhythmus des Tieres selbst ab – wenn du es dir aber aussuchen kannst, haben wir einen Tipp für dich.  

Schon mal was von der goldenen Stunde gehört? Das mag mystisch klingen – dient aber einfach als Bezeichnung für die erste Stunde nach Sonnenaufgang und die letzte Stunde vor Sonnenuntergang. Hier steht die Sonne recht tief und taucht die Natur in ein besonders warmes, teils diffuses Licht. Das sorgt nicht nur für optimale Lichtverhältnisse, sondern lässt auch eine ganz besondere Stimmung entstehen, die sich im Endprodukt – deinem Tierfoto – widerspiegelt und dem Ganzen das gewisse Extra einhaucht. Da macht der Spruch „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ doch ausnahmsweise mal wirklich Sinn!  

Noch ein Pluspunkt der goldenen Stunde am Morgen: Bei Foto-Sessions in der Natur kannst du von einer weitestgehend unberührten Kulisse profitieren. Keine Reifenspuren auf dem Waldweg, keine Fußabdrücke im Gras und mit etwas Glück sogar noch dicke Tropfen vom Morgentau auf den Blättern oder Eiszapfen an den Ästen. Wenn du dich auf die Jagd nach Schmetterlingen und anderen schönen Insekten begibst, bringt ein Streifzug am frühen Morgen noch einen kleinen Bonus mit sich: Tau auf den Flügeln – und vielleicht auch ein bisschen Müdigkeit – sorgen dafür, dass sie morgens etwas länger brauchen. Beste Voraussetzungen für ein kleines Shooting also!

Um zuletzt auch dynamische Szenen gut einfangen zu können und dich im Nachhinein nicht ärgern zu müssen, dass du den Finger eine Millisekunde zu früh oder spät auf dem Auslöser hattest, empfiehlt sich neben einer kurzen Verschlusszeit und dem Autofokus noch ein weiteres Feature: das Serienbild. So macht dein Smartphone automatisch mehrere Aufnahmen unmittelbar hintereinander – falsches Timing gehört damit endgültig der Vergangenheit an und deine Chancen auf den Perfect Shot steigen.  

Alle Tipps gelesen und beherzigt? Dann steht deinem Ausflug in die Tierfotografie nichts mehr im Weg. Also los – Wecker stellen, Smartphone schnappen und ab auf die Pirsch!  

Handys mit guter Kamera für Tierfotografie

Häufig gestellte Fragen