Handy ins Wasser gefallen? So rettest du es nach dem Tauchgang!

26.06.2026

9 Minuten

Zuletzt aktualisiert am 26.06.2026

3 Handys mit Wassertropfen

Es lauert überall: im Wasserglas, in der Pfütze, im See oder in der Toilette. Wasser – der Todfeind des Smartphones? Heute sind viele Handys wasserdicht und halten nicht nur Wasserspritzer, sondern auch kurze Tauchgänge im Süßwasser problemlos aus. Wenn dein Handy aber nicht gegen Wasser geschützt ist, in salziges oder trübes Wasser fällt oder du einfach auf Nummer sicher gehen willst, findest du hier Erste-Hilfe-Tipps, um dein Smartphone nach einem Wasserunglück zu retten.  

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Smartphones sind heute wasserdicht. Fällt dein Handy ungeplant ins Wasser, gilt trotzdem: sofort rausholen und umgehend ausschalten!
  • Tupfe das Gerät vorsichtig mit einem Tuch ab und entferne nach Möglichkeit SIM-Karte und Akku sowie weitere Einzelteile
  • Zum Trocknen kannst du dein Handy auch für 48 Stunden in Trockenmittel wie Reis, Kieselgel oder staubfreies Katzenstreu legen
  • Schalte dein Handy erst nach der Trocknungszeit wieder ein und überprüfe alle Funktionen
  • Funktioniert dein Handy nicht wie gewohnt oder ist es in verunreinigtes Wasser gefallen, wende dich an einen Reparaturdienst

Sofortmaßnahmen bei nassen Handys

Schnell handeln!

Egal, wie und wo dein Handy ins Wasser gefallen ist: Hol es dort umgehend raus! Denn auch wenn dein Handy mit der Schutzklasse IP68 wasserdicht ist, gilt das nur für Süßwasser und nur bis zu einer Tiefe von 1 Meter.  

Generell gilt: Je länger sich ein Smartphone im Wasser befindet, desto mehr Zeit hat die Flüssigkeit, um ins Gehäuse einzudringen und die Bauteile zu beschädigen. Das ist bei Salzwasser noch heikler als bei Süßwasser. Die Salzkristalle verursachen nämlich Korrosion an den elektronischen Bauteilen deines Smartphones. Letztendlich droht aber in beiden Fällen ein Wasserschaden, gegen den auch das beste Trockenmittel nicht mehr ankommt. Deshalb ist schnelles Handeln gefragt.  

Wasserschaden vermeiden: Was du auf keinen Fall tun solltest

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Don’ts! Nach Wasserkontakt solltest du dein Handy nicht: 1. auf Funktion prüfen. 2. schütteln. 3. föhnen.

  • Ganz wichtig: Unterdrücke den Impuls, dein Smartphone auf Funktionsfähigkeit zu prüfen. Natürlich willst du sofort nachsehen, ob das Handy noch funktioniert. Das ist bei einem nassen Gerät aber keine gute Idee, denn im schlimmsten Fall verursachst du damit einen Kurzschluss.  
  • Versuche nicht, das Wasser aus dem Handy herauszuschütteln. Durch das Schütteln verteilt sich die Flüssigkeit schneller im Gerät und kann einzelne Bauteile beschädigen.  
  • Außerdem gilt: Hände weg vom Föhn! Durch die erwärmte Luft wird dein Handy heiß und könnte noch mehr Schaden nehmen als ohnehin schon. Angetrieben durch den Luftstrom kann das Wasser außerdem noch weiter ins Handy gelangen – und das willst du ja vermeiden. 
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Erste Schritte: Handy ausschalten und trocknen

  • Auch auf die Gefahr hin, dass sich das Handy später nicht mehr einschalten lässt: Schalte es als erstes aus. So schützt du den Akku und verhinderst Kurzschlüsse
  • Zum Trocknen nimmst du das Smartphone aus seiner Hülle und tupfst die Oberfläche vorsichtig mit einem weichen Tuch ab
  • Zerlege das Handy danach, wenn möglich, in seine Einzelteile. Wenn du eine Handyversicherung hast, prüfe vorher, ob sie weiterhin für mögliche Schäden aufkommt
  • Entferne im nächsten Schritt vor allem die SIM-Karte und den Akku, falls dieser nicht fest verbaut ist. Gehe dabei immer behutsam vor und vermeide ruckartige Bewegungen, damit sich die Flüssigkeit nicht unnötig im Gerät verteilt
  • Lass die Einzelteile danach für 48 Stunden an der Luft trocken und berühre sie in dieser Zeit nicht
  • Um ein nasses Handy zu trocknen, kannst du auch Trockenmittel wie Silikagel (Kieselgel) oder Reis verwenden. Wie du dabei vorgehst, liest du im Folgenden
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Wasserschäden sind meistens von der Herstellergarantie ausgenommen. Du kannst aber eine Handyversicherung abschließen, die Wasserschäden abdeckt.

Reis-Trick und andere Methoden, um dein Handy zu trocknen

Wie der Reis-Trick funktioniert

Reis ist ein natürliches Trockenmittel und entzieht dem Gerät die Feuchtigkeit. Um es aber gleich vorwegzusagen: Das Hausmittel reicht in der Regel nicht aus, um dein Handy samt Einzelteilen vollständig zu trocknen. Hast du aber gerade nichts anderes zur Hand und möchtest es mit Reis probieren, dann ist es wichtig, dass das Getreide vorher luftdicht gelagert wurde. So kann es seine volle Wirkung entfalten.

So geht’s: Fülle den Reis in einen Beutel und lege dein Handy hinein. Es sollte komplett vom Reis bedeckt sein. Verschließe den Beutel luftdicht und lass das Gerät 48 Stunden trocknen. 

Alternative Methoden zur Trocknung

Silica Päckchen

Willst du dein Handy trocknen, ohne Reis zu verwenden, bietet sich als Alternative Kieselgel, das sogenannte Silikagel, an. Anders als man bei dem Namen vermuten würde, handelt es sich dabei nicht um eine creme-ähnliche Masse, sondern um gummiartige Kügelchen. Diese bestehen aus Siliciumdioxid, das sich ideal als Trockenmittel eignet. Bestimmt ist dir das Silikagel schon mal im Schuhkarton oder in einer neuen Handtasche begegnet – dort findest du es abgepackt in kleinen Papiertütchen. Auf diese Weise wird die Ware vor Feuchtigkeit geschützt. 

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Tipp: Bewahre Silikagel-Tütchen immer auf, um sie im Fall eines nassen Handys griffbereit zu haben.

Um mit dem Kieselgel das Wasser aus dem Handy zu ziehen, gehst du genauso vor wie beim Reis: Fülle die Kügelchen in einen Beutel und lege das Handy hinein, bis es vollständig vom Silikagel bedeckt ist. Und dann: Keep waiting, und zwar für 48 Stunden.

Übrigens: Neben Reis und Kieselgel kannst du auch staubfreies Katzenstreu zum Trocknen des Handys verwenden. 

Wann du dein Handy wieder einschalten kannst

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Erst nach einer ausgiebigen Trocknungszeit von mindestens 48 Stunden solltest du dein Handy wieder einschalten. Überprüfe, ob der Touchscreen auf Eingaben reagiert und ob das Display wie gewohnt funktioniert. Hat dein Handy trotz Trocknung einen Wasserschaden, kannst du das an folgenden Anzeichen erkennen:

  • Das Handy geht nicht mehr an
  • Das Handy schaltet sich selbstständig ab
  • Die Wasserindikatoren sind verfärbt (bei neueren Smartphones)
  • Das Display ist verschwommen
  • Die Handykamera ist unscharf
  • Der Touchscreen reagiert verzögert oder gar nicht auf Eingaben
  • Das Handy lädt langsam

Wasserschaden-Reparatur – wenn dein Handy ins Wasser gefallen ist und nichts mehr hilft

Wann eine professionelle Reparatur notwendig ist

Ist nach dem Tauchgang deines Handys das Display kaputt, kannst du es mit einem Reparatur-Kit unter Umständen selbst reparieren. Wurden andere Bauteile vom Wasser beschädigt, gestaltet sich die Do-it-yourself-Reparatur schon deutlich schwieriger.  

Wenn dein Handy in verunreinigtes Wasser gefallen ist oder damit überschüttet wurde, solltest du auf jeden Fall einen Reparaturdienst beauftragen. Als verunreinigt gilt alles, was kein klares Süßwasser ist, also Salzwasser, Getränke, Chlorwasser etc.  

Kommt dein Handy mit solchen Flüssigkeiten in Kontakt, kannst du es zwar mit den beschriebenen Maßnahmen trocknen – mögliche Rückstände von Salz, Chlor und Co. auf den Einzelteilen kannst du allerdings nicht entfernen. Hier kommt der Reparaturdienst ins Spiel. 

Wie eine professionelle Wasserschaden-Reparatur abläuft

Hat dein Smartphone einen Wasserschaden, den du nicht selbst beheben kannst, ist der Gang zum Reparaturdienst deines Vertrauens unumgänglich.

In den meisten Fällen läuft eine professionelle Reparatur eines Handy-Wasserschadens folgendermaßen ab:

  1. Du beauftragst die Reparatur online, per Anruf oder persönlich beim Reparaturdienst
  2. Du schickst dein defektes Handy ein oder bringst es persönlich in die Werkstatt
  3. Das Handy wird professionell von Feuchtigkeit befreit. Mithilfe einer chemischen Reinigung werden Rückstände entfernt
  4. Nach einer ausführlichen Fehlerdiagnose erhältst du einen Kostenvoranschlag, den du deiner Handyversicherung vorlegen kannst. Möglicherweise übernimmt die Versicherung die Reparaturkosten für den Schaden
  5. Bist du einverstanden mit den geplanten Reparaturen, werden die Einzelteile deines Handys, die vom Wasserschaden betroffen sind, repariert oder ausgetauscht
  6. Du holst dein funktionsfähiges Handy in der Werkstatt ab oder lässt es dir zuschicken

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Fazit – Ruhe bewahren und schnell handeln

Wenn dein Handy ins Wasser gefallen ist, kommt es vor allem auf schnelles und besonnenes Handeln an. Schalte das Gerät sofort aus, entferne nach Möglichkeit SIM-Karte und Akku und lass es mindestens 48 Stunden gründlich trocknen. Verzichte darauf, das Smartphone einzuschalten, zu schütteln oder mit einem Föhn zu trocknen, da dies den Schaden verschlimmern kann. Trockenmittel wie Silikagel oder Reis können die Trocknung unterstützen, ersetzen aber keine professionelle Reinigung bei stärkeren Wasserschäden.  

Zeigt dein Handy nach der Trocknungszeit weiterhin Auffälligkeiten oder ist es mit Salzwasser, Getränken oder anderen verunreinigten Flüssigkeiten in Kontakt gekommen, solltest du einen Reparaturdienst aufsuchen. Mit den richtigen Sofortmaßnahmen steigen die Chancen, dass dein Smartphone den unfreiwilligen Tauchgang unbeschadet übersteht. 

Häufig gestellte Fragen