AirDrop funktioniert nicht – Soforthilfe und Tipps
28.07.2026
9 Minuten
Zuletzt aktualisiert am 28.07.2026
AirDrop ist eines der Apple-Features, das einfach Sinn macht – weil die kabellose Datenübertragung damit noch schneller, einfacher und besser funktioniert als mit den meisten anderen Tools. Umso ärgerlicher, wenn AirDrop plötzlich nicht mehr funktioniert. Wir klären mögliche Ursachen und helfen bei der Fehlerbehebung.
Das Wichtigste in Kürze
- AirDrop ermöglicht die drahtlose Übertragung von Dateien zwischen Apple-Geräten in der Nähe
- Häufige Ursachen für AirDrop-Probleme sind deaktivierte Einstellungen, inkompatible Geräte oder Software-Versionen sowie Probleme mit WLAN oder Bluetooth
- Ein Software-Update, ein Neustart des Geräts oder das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen können viele AirDrop-Fehler beheben
- Damit AirDrop funktioniert, sollten WLAN und Bluetooth aktiviert sein und Ruhe- oder Energiesparmodi möglichst deaktiviert werden
- Nach einer erfolgreichen Übertragung werden Dateien automatisch in der passenden App oder im entsprechenden Ordner gespeichert
Was ist AirDrop und wie funktioniert es?
Alle iPhone Nutzer:innen feiern AirDrop – das ist safe. Immerhin erleichtert das Feature vielen Apple User:innen regelmäßig den Alltag. Trotzdem wissen wahrscheinlich die wenigsten, wie AirDrop genau funktioniert. Hauptsache, es macht, was es soll – Daten von einem Apple Gerät auf ein anderes übertragen. Drahtlos, problemlos und oft sekundenschnell.
Bilder, Videos, Dokumente, Audiodateien und sogar Links und Kontakte kannst du per AirDrop ganz einfach mit einem iPhone, iPad, MacBook, iMac oder einer Apple Watch in deiner Nähe teilen. Ohne Qualitätsverlust. It’s magic? Eher simple Technik, aber trotzdem ziemlich nice:
Die Übertragung erfolgt Peer-to-Peer, also von einem Endgerät zum anderen, und ist durch ein Verschlüsselungsprotokoll Ende-zu-Ende verschlüsselt, sodass die übermittelten Daten nicht von Apple oder von Dritten ausgelesen werden können. Für den Datentransfer nutzt AirDrop Bluetooth oder WLAN – je nachdem, wie dicht sich die beiden Geräte beieinander befinden und welche Verbindung dementsprechend schneller ist. Bricht die Verbindung während der Übertragung ab, werden stattdessen die mobilen Daten genutzt, sofern du das zugelassen hast.
AirDrop funktioniert nicht: Woran es liegen und was du tun kannst
Eigentlich ist AirDrop für Apple Nutzer:innen der einfachste Weg, um kleinere Datenpakete mit anderen Apple Geräten zu teilen. Aufgrund der verwendeten Übertragungstechnologien – Bluetooth und WLAN – ist AirDrop grundsätzlich auch ein ziemlich zuverlässiges Feature. Trotzdem können bei der Nutzung verschiedene Probleme auftreten: zum Beispiel, wenn eine Übertragung fehlschlägt bzw. nicht abgeschlossen werden kann, du den gewünschten Kontakt nicht in deiner AirDrop-Liste findest oder mit deinem Gerät selbst nicht als Empfänger:in auftauchst. Wir klären, woran es liegen kann, dass AirDrop nicht funktioniert – und welche einfachen Maßnahmen du zur Fehlerbehebung ergreifen kannst.
1. AirDrop-Fähigkeit prüfen
First things first: Nicht jedes Apple Gerät ist automatisch AirDrop-fähig – auch wenn inzwischen nicht mehr viele Geräte im Umlauf sind, die das Feature noch nicht unterstützen. Damit die drahtlose Datenübertragung über die Apple-eigene Funktion möglich ist, müssen sowohl die Software als auch das Gerät selbst kompatibel sein.
Du brauchst eines der folgenden Geräte:
- iPhone 5 oder neuer
- iPad der 4. Generation oder neuer
- iPad mini der 1. Generation oder neuer
- iPad Pro der ersten Generation oder neuer
- Mac Modelle (MacBook und iMac sowie Schwesternmodelle) ab 2012
Beim Mac gibt es AirDrop schon länger als beim iPhone und iPad. Zwischen zwei Macs ist der Datentransfer per AirDrop schon seit 2008 möglich.
Du brauchst mindestens eines dieser Betriebssysteme:
- iOS 7 oder neuer beim iPhone
- iPadOS 13 oder neuer beim iPad
- OS X (Yosemite) 10.10 oder neuer beim Mac
Wichtig: Auch wenn AirDrop schon von Software-Versionen unterstützt wurde bzw. wird, die wahrscheinlich viel älter sind als die, die du aktuell auf deinem Gerät installiert hast, kann ein Software-Update bei der Fehlerbehebung helfen und deine AirDrop-Baustelle fixen. Falls zum Beispiel ein Systemfehler dahintersteckt, kann dieser durch ein Update mit anschließendem Neustart behoben werden.
2. AirDrop aktivieren
Damit du AirDrop nutzen kannst, musst du die Funktion auf deinem Gerät aktivieren. Das geht in den Systemeinstellungen:
- Öffne die Systemeinstellungen – z. B. auf deinem iPhone
- Gehe auf „Allgemein“ und dann auf „AirDrop“
- Aktiviere die Funktion, um Daten per AirDrop empfangen zu können. Du kannst zwischen zwei Modi wählen: „Nur für Kontakte“ und „10 Minuten für alle“ – je nachdem, ob das Gerät, das dir etwas senden möchte, einer Person aus deiner Kontaktliste gehört oder nicht. Siehst du ein Häkchen bei „Empfangen aus“, ist AirDrop deaktiviert
Du kannst AirDrop auch per Schnellzugriff einschalten. Hierzu öffnest du einfach das Kontrollzentrum und wählst das AirDrop-Symbol an – das ist ein Punkt, der von größer werdenden Kreisen umgeben ist, die unten offen sind. Die Aussparung unten ergibt ein Dreieck.
Das Kontrollzentrum erreichst du beim iPhone und iPad durch Wischen – von oben rechts nach unten oder bei älteren Modellen von unten nach oben.
Beim iPad aktivierst du AirDrop auf dieselbe Art wie beim iPhone – also wie oben beschrieben. Beim Mac findest du die Funktion auch in den Systemeinstellungen. Noch einfacher geht’s aber über die Menüleiste am oberen Bildschirmrand. Einfach Menüleiste einblenden (falls sie ausgeblendet sein sollte), Kontrollzentrum öffnen (erkennst du am Schieberegler-Symbol), „AirDrop“ anwählen und per Klick auf den Schieberegler aktivieren.
Du kannst AirDrop nicht aktivieren? Daran liegt’s:
Wenn du keine andere Einstellung außer „Empfangen aus“ anwählen kannst, ist die AirDrop-Funktion auf deinem Gerät möglicherweise eingeschränkt. Um die Beschränkung aufzuheben, gehst du in den Einstellungen auf „Bildschirmzeit“ > „Beschränkungen“ > „Erlaubte Apps & Funktionen“. Ist „AirDrop“ hier deaktiviert, steht der Schieberegler auf off – befindet sich also links und ist grau hinterlegt. Durch Tippen kannst du die Funktion aktivieren.
AirDrop-Einstellungen weiter anpassen
In den AirDrop-Einstellungen kannst du weitere Anpassungen vornehmen – du kannst zum Beispiel einstellen, dass AirDrop automatisch startet, wenn du zwei iPhones direkt aneinanderhältst.
Hier kannst du auch festlegen, ob die Datenübertragung per AirDrop über mobile Daten fortgesetzt werden soll, wenn eines der Geräte während einer laufenden Übertragung die WLAN- oder Bluetooth-Reichweite verlässt.
3. WLAN und Bluetooth checken
Standardmäßig sind WLAN und Bluetooth bei deinem iPhone eingeschaltet – so auch nach jedem Neustart. Das ist auch die Voraussetzung dafür, dass du AirDrop nutzen kannst. Aktivierst du AirDrop im Kontrollzentrum, sorgt dein iPhone oder iPad automatisch dafür, dass sowohl WLAN als auch Bluetooth ebenfalls aktiviert werden.
Trotzdem kann es hin und wieder zu Verbindungsproblemen kommen. Diese lassen sich aber in der Regel schnell und einfach beheben, indem du die Funktionen – also in dem Fall WLAN und Bluetooth – kurz aus- und dann wieder einschaltest. Das kannst du manuell über die Einstellungen oder das Kontrollzentrum machen – oder du versetzt dein Gerät einfach kurz in den Flugmodus.
Dein iPhone macht irgendwie nicht mehr, was es soll? Gönn dir und ihm eine kurze Pause und schalt dein iPhone einfach mal aus. Ein Neustart wirkt manchmal Wunder – kein Witz!
Pro-Tipp: Netzwerkeinstellungen zurücksetzen
Macht AirDrop nach der De- und Reaktivierung von Bluetooth und WiFi weiterhin Probleme, kannst du es mit einem Reset der Netzwerkeinstellungen versuchen:
- Öffne die Systemeinstellungen über das Zahnrad-Symbol
- Gehe auf „Allgemein“ und dann auf „Zurücksetzen“ – keine Angst, dadurch öffnet sich nur ein weiteres Menü, sonst passiert noch nichts
- Wähle „Netzwerkeinstellungen“, gib deinen Code ein und bestätige, dass du die Einstellungen zurücksetzen willst. Der Reset betrifft nur deine Verbindungsdaten, also Bluetooth, WLAN und Co. – du musst also keine Angst vor Datenverlust haben
- Dein iPhone setzt die Netzwerkeinstellungen jetzt auf die eines neuen Geräts zurück – das kann einen Moment dauern. Danach versuchst du, ob AirDrop wieder geht
4. Ruhemodus deaktivieren
Wenn du schläfst oder im (Netflix and) Chill-Modus festhängst, bist du nicht aufnahmefähig, oder? Dein iPhone auch nicht. Das klingt nicht nur logisch, sondern kann auch die Lösung für dein AirDrop-Problem sein. Warum? Ganz einfach: Weil AirDrop nicht funktioniert, wenn dein Gerät sich im Schlafmodus befindet.
Das heißt: „Nicht stören“ und andere Ruhemodi dürfen nicht aktiv sein. Um ganz sicherzugehen, dass die Funktion reibungslos läuft, räumst du am besten gleich alle potenziellen Hindernisse aus dem Weg. Schalte dafür auch den Energiesparmodus aus und entsperre dein Display, damit die AirDrop-Anfrage sicher durchkommt.
Tipp: Wenn sich dein iPhone im Ruhemodus befindet und mit deinem Mac oder Tablet gekoppelt ist, überträgt sich der Modus auch auf die anderen Geräte. Du kannst dann also auch keine AirDrop-Daten auf deinem Tablet oder Mac empfangen bzw. musst den Ruhemodus zuerst deaktivieren.
AirDrop-Übertragung fehlgeschlagen? Das steckt dahinter
Manchmal lässt sich der AirDrop-Vorgang zwar starten, aber nicht zu Ende bringen. Bricht dein iPhone – bzw. das Apple Gerät, das du nutzt – die Übertragung ab, hängt die AirDrop-Datei ewig im selben Übertragungsstatus fest, ohne weiter zu laden, oder bekommst du vor dem Abschluss eine Fehlermeldung angezeigt, die dir mitteilt, dass die Übertragung fehlgeschlagen ist? Dann kann eine der folgenden Ursachen dahinterstecken:
- Die Verbindung bricht ab. Das passiert meist, weil sich eines der beiden Geräte außerhalb der Bluetooth- und WLAN-Reichweite befindet. Sind die mobilen Daten für AirDrop deaktiviert, kann die Verbindung zwischen den Geräten nicht aufrechterhalten werden und die Übertragung bricht ab. Auch ein instabiles Netz mit schlechtem Empfang oder geringer Bandbreite kann zu Verbindungsabbrüchen führen
- Die Datei ist zu groß oder das Empfängergerät hat nicht genug Speicherplatz. In den meisten Fällen geht beides miteinander einher – nämlich dann, wenn die Dateigröße die freie Speicherkapazität übersteigt. Manchmal lässt sich eine Datei oder ein Datenpaket aber auch dann nicht übertragen, wenn eigentlich genug Platz ist – z. B. weil die Übertragung aufgrund der Größe sehr lang dauert und es nicht gelingt, über den gesamten benötigten Zeitraum hinweg eine ausreichend stabile Verbindung aufrechtzuhalten. Eine Obergrenze für die Dateigröße durch Apple gibt es aber nicht
AirDrop gibt’s nur im Apple Kosmos. Hast du ein Android Smartphone, kannst du stattdessen Quick Share oder Nearby Share nutzen, um Daten schnell kabellos zu übertragen.
AirDrop-Datei nicht auffindbar? Hier findest du sie
Ein anderes Problem, das bei AirDrop-Übertragungen manchmal für Verwirrung sorgt, ist die Ablage der übertragenen Objekte. Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Du nimmst eine Datei an, öffnest sie aber nicht direkt, weil du sie erst später brauchst. Wenn du sie dann suchst, ist deine Datei irgendwie nicht mehr auffindbar – sie ist lost und du bist es auch.
Good for you: Wenn AirDrop eine Übertragung abschließt, kann es auch nicht zum Datenverlust kommen. Das Objekt, nach dem du suchst, liegt also irgendwo auf deinem Smartphone. Und genau das ist das Stichwort: irgendwo. Den einen Ort gibt es nämlich nicht. AirDrop legt die Datei dort ab, wo sie hingehört – also in dem Ordner oder der App, in dem bzw. der du auch andere Dateien dieser Art findest.
So landen zum Beispiel:
- Fotos und Videos in der Fotos-App
- Audiodateien in der Music-App, aus der sie stammen, oder im Download-Ordner, wenn sie sich keiner App zuordnen lassen
- Dokumente wie PDFs und Pages-Docs unter Downloads in deinen Dateien
- Notizen in der Notizen-App
- Kontakte in deinem iPhone Telefonbuch – das btw auch „Kontakte“ heißt
Wie sich die Liste weiterführen lässt, kannst du dir selbst denken. Einen Insider-Tipp wollen wir dir trotzdem nicht vorenthalten: Fotos und Videos landen nicht ganz unten in deiner Galerie. Sie werden mit Metadaten verschickt und deshalb dem Datum zugeordnet, an dem die Aufnahme gemacht oder vom Sender gespeichert wurde – nicht dem Tag, an dem du sie empfangen hast.
Handys mit AirDrop
So nutzt du AirDrop richtig
Alle Fehler behoben? Dann kannst du jetzt endlich (wieder) airdroppen, so viel du willst. Damit auch wirklich alles läuft, wie es soll, gibt’s auch dafür nochmal eine Kurzanleitung – quick and dirty, versprochen:
Um Dateien per AirDrop zu senden, öffnest du die Datei deiner Wahl, klickst auf das Share-Symbol (Viereck mit Pfeil nach oben) und wählst dann AirDrop als Übertragungsart aus. Dein iPhone, iPad oder Mac sucht jetzt nach Personen bzw. Apple Geräten in deiner Nähe – alle potenziellen Empfänger:innen werden dir mit Namen (und ggf. mit Foto) angezeigt. Sobald du eine:n ausgewählt hast, sendet AirDrop eine Anfrage raus und teilt der Person mit, wer ihr etwas schicken möchte und um welche Datei – inklusive Art und Größe – es sich handelt. Klickt die Person auf „Annehmen“, startet AirDrop die Datenübertragung. It’s a wrap!