Dein neues Handy einrichten – so geht´s Schritt für Schritt
01.07.2026
10 Minuten
Zuletzt aktualisiert am 01.07.2026
Du hast dir gerade ein neues Smartphone zugelegt und willst es am liebsten direkt einsatzbereit machen und ausprobieren? Verständlich! Wir gehen den Einrichtungsprozess quick and dirty mit dir durch und zeigen, wie du dein Handy ganz fix, easy und sicher einrichtest, damit du sofort drauflos surfen, schreiben und streamen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Einrichtung eines neuen Smartphones beginnt mit der passenden SIM-Karte oder alternativ einer eSIM sowie einem geladenen Akku
- Für viele wichtige Funktionen benötigst du ein Google-Konto oder einen Apple Account, etwa für Apps, Backups und die Datensynchronisation
- Apps, Kontakte, Fotos und weitere Daten lassen sich in der Regel einfach vom alten auf das neue Gerät übertragen
- Die Anpassung von WLAN- und Datenschutzeinstellungen sorgt für mehr Komfort, Sicherheit und Datenschutz im Alltag
- Mit Sperrbildschirm, App-Berechtigungen und regelmäßigen Updates schützt du dein Smartphone vor unbefugtem Zugriff
Wie kannst du dein neues Handy einrichten?
Du hast dir gerade ein brandneues Smartphone geschnappt und willst es direkt startklar machen? In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du nach einem Handywechsel die Ersteinrichtung deines Smartphones angehst: Zunächst solltest du die SIM-Karte einlegen und dann dein Google-Konto oder deinen Apple Account checken (superwichtig für viele Funktionen). Danach kannst du die wichtigsten Apps installieren, deine Kontakte und Daten vom alten Gerät aufs neue Handy übertragen und dich dann um deine Privatsphäre kümmern. Wie das geht, klären wir jetzt im Detail – in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Schritt 1: SIM-Karte einlegen
Der Einrichtungsprozess beginnt schon, bevor du dein neues Gerät zum ersten Mal anschaltest. Denn: Preparation is key. Deshalb sorgst du vorab dafür, dass der Akku geladen ist und deine SIM-Karte richtig sitzt. So kannst du sofort telefonieren, Nachrichten versenden und mobiles Internet nutzen.
Wichtig dabei ist, dass du überhaupt die richtige SIM-Karte hast. Du solltest also nach einem Handywechsel zunächst checken, ob du eine Nano-, Micro- oder Standard-SIM für dein neues Smartphone brauchst und welche du derzeit hast. Oft lassen sich die Karten ja auf verschiedene Größen runterbrechen, aber leider geht das nicht immer. Falls du keine passende Karte hast, bekommst du eine neue von deinem Mobilfunkanbieter.
Wenn das geklärt ist, musst du nur noch den SIM-Schacht deines Smartphones finden. Der befindet sich je nach Modell rechts, links, oben oder unten an der Außenkante des Handys und lässt sich in der Regel mithilfe eines kleinen Tools oder einer Büroklammer öffnen. Einfach in das Loch reinpieksen und damit den Kartenschlitten ausfahren lassen. Lege dann die SIM-Karte vorsichtig ein und achte dabei darauf, wo die Einkerbung sowie die Goldkontakte liegen, damit sie richtig sitzt.
Oder du holst dir eine eSIM zu deinem Vertrag. So ersparst du dir die Arbeit mit der SIM-Karte – und tust ganz nebenbei auch noch der Umwelt etwas Gutes. Was genau eine eSIM ist, wie sie funktioniert und worin die Vorteile liegen, haben wir dir in unserem Infobeitrag zur eSIM zusammengefasst.
Schritt 2: Google-Konto oder Apple Account einrichten
Um Apps herunterzuladen, Daten von einem Handy auf ein anderes zu übertragen, Abos abzuschließen und Backups zu erstellen, brauchst du in der Regel ein Benutzerkonto beim Anbieter des Betriebssystems deines Handys – also in den meisten Fällen bei Google oder Apple.
So richtest du dein Google-Konto ein
Wenn du ein Android-Smartphone hast, ist ein Google-Konto fast unverzichtbar. Damit kannst du wichtige Funktionen wie den Play Store nutzen und außerdem ganz leicht Backups erstellen. Die Notwendigkeit wird sofort deutlich, wenn du dein neues Smartphone zum ersten Mal einschaltest – dann fragt es dich automatisch nach deinem Google-Konto.
Hier gibt es dann nur zwei Möglichkeiten:
- Hast du schon ein Google-Konto, loggst du dich einfach direkt darüber ein. Das hat den großen Vorteil, dass die Neu-Einrichtung deutlich einfacher wird, wenn du auf deinem alten Handy für entsprechende Einstellungen zur Synchronisation gesorgt hast
- Hast du noch kein Google-Konto oder brauchst aus irgendeinem Grund ein neues, dann erstellst du eins, indem du einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm folgst. Anschließend kannst du die Synchronisationseinstellungen festlegen bzw. überarbeiten: Du entscheidest, welche Daten mit deinem Konto synchronisiert werden sollen. Das kannst du später natürlich alles immer wieder ändern – geh dazu einfach in die Konto-Einstellungen
So richtest du deinen Apple Account ein
Beim iPhone herrscht ein ganz ähnliches Prinzip: Viele iPhone-User:innen nutzen aus praktikablen Gründen zwar auch ein Google-Konto, greifen aber zur Datenspeicherung in der Regel auf die iCloud zurück. Um diese nutzen zu können, musst du irgendwann mal bei der Einrichtung deines iPhones einen Apple Account, früher bekannt als Apple ID, generieren.
Diese kannst du dann bei jedem neuen Handy wieder angeben und es wird sich all deine in der iCloud abgelegten Daten und Dateien automatisch ziehen. Mit deinem Apple Account kannst du sämtliche Dienste aus dem Apple-Kosmos nutzen: vom App Store und iCloud über Apple Music, Apple Books und Apple Fitness bis hin zu iMessage und FaceTime. Dein Apple Account kann gleichzeitig auch als E-Mail-Konto fungieren.
Die Einrichtung geht ziemlich einfach:
- Du öffnest den App Store auf deinem Gerät und tippst auf „Mein Account“ und dann auf „Neuen Apple Account erstellen“
- Um einen neuen Account erstellen zu können, darfst du nicht mit einem anderen Account eingeloggt sein
- Wenn du dein neues iPhone zum ersten Mal in Betrieb nimmst, wirst du bei der Einrichtung direkt nach deinem Apple Account gefragt – und kannst dich gleich einloggen oder einen neuen Account anlegen
Schritt 3: Apps installieren
Ohne die richtigen Apps macht dein Smartphone nur halb so viel Spaß. Daher willst du sicherlich auch all deine Lieblings-Apps bei der Ersteinrichtung auf dein neues Smartphone mitnehmen.
Das geht auf verschiedene Arten: Einmal kannst du dir die Apps natürlich händisch neu downloaden. Gehe dazu mit deinem neuen Handy in den Play Store (auf Android) oder App Store (auf iOS). Suche nach den Apps, die du brauchst oder spannend findest, und tippe auf „Installieren“.
Ganz wichtig beim App-Download: Achte darauf, dass du nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen lädst, um dir keinen Virus einzufangen.
Manchmal ist das aber weder der praktischste noch der sinnvollste Weg: So ist es je nach App-Fülle vielleicht einfach zu umständlich, alles wieder einzeln herunterzuladen. Und bei Apps, für die du schon mal Geld bezahlt hast, willst du vermutlich nicht noch mal in die virtuelle Geldbörse greifen. In diesen Fällen gibt es je nach Betriebssystem folgende Alternativen:
Für iPhone-Nutzer:innen
- Kopiere deine Applikationen per AirDrop aufs neue Handy
- Nutze ein iTunes-Backup und stelle daraus alle Apps und Daten wieder her
Für Android-Nutzer:innen
- Du synchronisierst deine Apps über den Play Store. Gehe dazu auf das Profilsymbol, klicke auf „Apps und Gerät verwalten“ und wähle dann „Apps mit Geräten synchronisieren“ aus Das setzt natürlich voraus, dass du bei beiden Handys dasselbe Google-Konto nutzt.
- Nutze eine Umzugs-App deines Handy-Herstellers (z. B. Quick Share von Samsung)
Für alle Handy-Nutzer:innen
- Übertrage deine Apps mit einem Datenkabel auf das neue Handy
Schritt 4: WLAN checken
Wenn du deine Apps ausgiebig nutzt, dann sind schnell auch mal ein paar Gigabytes verballert. Damit sich das nicht in zusätzlichen Kosten niederschlägt, solltest du so oft wie möglich das WLAN nutzen, wenn welches verfügbar ist.
Da dein neues Gerät die alten Netzwerke ja noch nicht kennen kann, solltest du darauf achten, sie an deinen Hauptorten – zu Hause, in der Uni, an der Arbeit – wieder aktiv einzurichten. Wechsle dazu in die „Einstellungen“ und klicke den Punkt „WLAN“ an. Wähle dann das passende Netzwerk aus der Liste aus und gib das Passwort ein. Sobald die Verbindung steht, surfst du, ohne dass dein Datenvolumen durchrattert.
Übrigens – kleiner Tipp: Gib deinem WLAN doch mal einen außergewöhnlichen Namen. Das ist nicht nur gut für die Auffindbarkeit und Sicherheit, sondern sorgt bestimmt auch für viel Freude bei den Menschen, die in deiner Umgebung gerade nach Internet suchen. Heiße Kandidaten: „Mama, hier klicken für WLAN“, „Falsches WLAN, such weiter“ oder je nach Vorliebe auch „Accio Internet“, „Wingardium WiFi-osa“, „Auenland Access Point“ oder „Obi-WLAN Kenobi“.
Schritt 5: Datenschutzeinstellungen anpassen
Apropos Sicherheit: Wenn du viel Wert auf deine Privatsphäre legst, ist es superwichtig, deine Daten mit den richtigen Einstellungen vor unerwünschten Zugriffen zu schützen. Dann gibst du nur die Infos preis, die du auch wirklich teilen möchtest.
Am besten fängst du mit der Einrichtung des Sperrbildschirms an: Such dir dazu deine Lieblingsmethode aus, um die Bildschirmsperre aufzulösen – PIN, Muster, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung – oder richte auch mehrere gleichzeitig ein. Das geht über die Telefon-Einstellungen beim Punkt „Sicherheit“ oder „Datenschutz“. So kann wirklich niemand unbefugt über das Handy selbst auf deine Daten zugreifen.
Mit der Gesichtserkennung schützt du dein Smartphone zuverlässig. Wir zeigen dir, wie du die Face ID beim iPhone einrichtest.
Wenn die Bildschirmsperre steht, geht´s weiter bei den App-Berechtigungen sowie dem Standortzugriff: Kontrolliere, welche Berechtigungen jede App erhält und hinterfrage das kritisch. Braucht diese App zum Beispiel wirklich Zugriff auf deine Kamera oder Kontakte, um so zu funktionieren, wie du es brauchst? Nein? Dann gewähre ihr diese Zugriffe auch nicht. Ähnliches gilt für Standortdienste: Die machen bei manchen Apps natürlich viel Sinn – zum Beispiel bei Navigations- oder auch bei Dating-Apps. Ansonsten kann man sie getrost ausschalten. Das spart außerdem Akku.
Noch ein kleiner Tipp in Sachen Sicherheit, der auch bzw. vor allem nach der Ersteinrichtung deines Handys relevant ist: Halte dein Betriebssystem und deine Apps immer aktuell und führe regelmäßige Sicherheitsupdates durch. Das schützt dich vor neuen Bedrohungen von außen.
Schritt 6: Kontakte und Daten vom alten Gerät auf das neue übertragen
Du willst deine ganzen Kontakte, Fotos und all die anderen wichtigen Dateien nach der Ersteinrichtung auch auf deinem neuen Smartphone haben? Okay, let’s go. Der Datentransfer von alt nach neu geht meist schneller und einfacher, als du denkst.
Du kannst dafür zum Beispiel Cloud-Dienste wie Dropbox verwenden oder eine manuelle Übertragung über SD-Karte oder USB-Kabel durchführen, falls dein Smartphone das unterstützt. Noch einfacher geht es aber mit den hauseigenen Anwendungen von Google, Samsung und Co. Schauen wir mal rein:
So überträgst du Daten auf dein Android-Handy
Auf Android-Smartphones kannst du ein Google-Backup zum Datenumzug erstellen:
- Gehe dazu auf deinem alten Handy in den Einstellungen auf den Punkt „System“ und klicke dann „Sichern und Wiederherstellen“ an, um ein Backup zu erstellen
- Beim ersten Start deines neuen Smartphones kannst du dann auf demselben Weg den Datentransfer abschließen und alles einfach wiederherstellen
Nice to know: Hersteller wie zum Beispiel Samsung bieten auch eigene Apps wie „Smart Switch“ an, mit denen du deine Daten auf unterschiedliche Arten und von mehreren Geräten direkt auf dein neues Smartphone übertragen kannst. Insbesondere, wenn du Daten von einem iPhone auf ein Android-Handy übertragen möchtest, ist eine solche Switch-App hilfreich. Wir haben das Wichtigste zum Datenumzug von iOS zu Android für dich zusammengefasst.
So überträgst du Daten auf dein iPhone
Bei den Apple-Geräten in iOS kannst du den Datentransfer über ein iCloud-Backup regeln. Alternativ kannst du die Schnellstart-Funktion nutzen, wenn du Daten von einem alten auf ein neues iPhone übertragen möchtest – das ist so ziemlich die einfachste Methode und ein echter Flex von Apple, weil du dein altes und dein neues iPhone dafür quasi nur nebeneinanderlegen musst.
Wie die Einrichtung per Schnellstart funktioniert, kannst du in unserem Text zum Thema „Einrichtung eines iPhones“ nachlesen. Der Schnellstart wird dir in der Regel auch direkt angeboten, wenn du dein neues iPhone aktivierst – dann erfolgt die Datenübertragung logischerweise nicht in Schritt 6, sondern als einer der ersten Steps.
Und: Über den Schnellstart funktioniert in der Regel auch die Übertragung von Android zu iPhone – das musst du im Prozess dann einfach nur entsprechend auswählen. Alles, was du sonst noch zum Wechsel von Android zu iOS wissen musst, liest du in unserem Beitrag zum Thema.
App-Daten zusätzlich sichern und übertragen
Generell gelten für manche Apps auch Sonderregelungen in Sachen Datentransfer: Wenn du zum Beispiel die Nachrichten in Messengern wie WhatsApp sichern möchtest, musst du das über die App selber tun. Dazu kannst du in den App-Einstellungen auf deinem alten Handy ein Chat-Backup erstellen und es auf dem neuen Gerät wieder einspielen.
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Fazit: Handy einrichten? Easy peasy, lemon squeezy!
So, das war’s im Grunde auch schon: Mit diesen Steps bringst du dein neues Smartphone schnell und einfach an den Start. Du hast die SIM-Karte eingelegt, dein Google-Konto oder deinen Apple Account eingerichtet, Apps am Start, dich ins WLAN gehängt und um deine Privatsphäre gekümmert sowie all deine Kontakte und Daten synchronisiert? Ersteinrichtung geschafft – du bist jetzt startklar!
Natürlich kannst du jetzt noch allerhand Feinschliff betreiben, um dein neues Handy zu deinem Safe Space zu machen: Klingelton checken, Helligkeit des Displays anpassen, Sperrbildschirm und Homescreen individuell gestalten, App-Benachrichtigungen einstellen, Stromsparmodus aktivieren – der Fun-Part sozusagen. Die Grundlage dafür hast du mit der Ersteinrichtung erfolgreich gelegt. Viel Spaß mit deinem neuen Smartphone!