Das erste Smartphone für Kinder

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Unsere Tipps für Eltern

Ab einem gewissen Alter gehört ein Handy einfach dazu und leistet letztlich auch seinen Beitrag dazu, kommende Generationen fit für digitale Medien zu machen. Für viele Eltern ist es außerdem beruhigend zu wissen, dass der Nachwuchs notfalls jederzeit erreichbar ist. Wann ein Kind soweit ist, sollte immer individuell entschieden werden. Wir werfen daher einen Blick auf das erste Smartphone: Welche Geräte und Tarife eignen sich und was gilt es sonst noch zu beachten?

Das erste Smartphone für Kinder


Das richtige Alter für ein eigenes Handy

Studien zeigen, dass selbst die Kleinsten heute schon mühelos auf Smartphones und Tablets navigieren, Spiele spielen oder Videos ansehen. Wie das geht, schauen sie sich bei den Eltern oder größeren Geschwistern ab. Das erste eigene Handy gibt es für viele Kinder im Laufe der Grundschulzeit, z.B. ab dem Zeitpunkt, wenn der Heimweg von der Schule alleine bestritten wird.

Das richtige Alter für ein eigenes Handy

Fast die Hälfte aller Acht- bis Neunjährigen nutzt bereits regelmäßig ein Smartphone. Bei den Zwölfjährigen steigt der Anteil rapide an: Hier verfügen 90% über ein Handy. Haben bereits viele Klassenkameraden ein Smartphone, wächst natürlich auch bei den übrigen Kindern der Wunsch nach dem eigenen Handy. Letztlich sollte es aber immer im Ermessen der Eltern liegen, ab wann sie ihrem Sprössling den verantwortungsvollen Umgang mit dem Gerät und seinen Möglichkeiten zutrauen.


Du hast dich entschieden und dein Kind soll sein erstes eigenes Smartphone bekommen. Aber welches Modell ist am besten geeignet? Ganz klar: Gerade bei Kindern unter zehn Jahren muss es keines der teuren, aktuellen Flaggschiffmodelle mit der neuesten Technik sein. Zu ärgerlich wäre es, wenn es verloren geht oder herunterfällt. Ein günstiges Einsteigerhandy oder auch ein gebrauchtes Smartphone ist hier wohl die beste Wahl.

Ideal ist es in jedem Fall, wenn das Smartphone einfach und übersichtlich zu bedienen und nicht zu groß für kleine Kinderhände ist. Stabilität und eine robuste Konstruktion sind ebenso wichtig, damit es den einen oder anderen Sturz unbeschadet übersteht. Bestenfalls ist das Handy zudem noch wasserdicht oder zumindest spritzwassergeschützt, sodass es auch Regenschauer oder versehentliches, kurzes Untertauchen schadlos überlebt.

Achte weiterhin darauf, dass das Smartphone ausreichend Speicherkapazität besitzt oder der Speicher sich durch SD Karten erweitern lässt. Besonders Spiele-Apps, Fotos und Videos benötigen viel Speicherplatz. Schade, wenn das Handy da zu schnell an seine Grenzen gerät. Außerdem sollte die Version des Betriebssystems so aktuell sein, dass alle gängigen Apps funktionieren und auch Updates noch möglich sind.

Suchst du nach einem Handy, das tatsächlich allein zum Telefonieren genutzt werden soll, bieten sich natürlich die klassischen Tastenmodelle oder spezielle Kinderhandys an. Diese besitzen meistens keinen Internetzugang, sondern eignen sich ausschließlich zum Telefonieren und zum Versenden von SMS. Alternativ sind auch Kinderuhren ein echter Hit für kleinere Kids. Diese kindgerechten Smartwatches können ebenso zum Telefonieren benutzt werden und sie geben dir und deinem Kind ein gutes Sicherheitsgefühl, dank SOS-Taste und Ortungsfunktion.


Unsere Smartphone-Empfehlungen für Kinder


Der geeignete Tarif für Kinder

In Sachen Tarife ist für das allererste Handy ein Prepaid Tarif in der Regel die beste Entscheidung. Er bewahrt dich vor bösen Überraschungen am Monatsende und auch wenn das Handy einmal abhanden kommt, hält sich das Kostenrisiko in Grenzen. Außerdem bist du an keine Verträge und Laufzeiten gebunden und bleibst so immer flexibel bei der Wahl des Tarifs. Ältere Kinder und Jugendliche wünschen sich oft mehr Unabhängigkeit mit einem Laufzeitvertrag, inklusive mobilem Internet und ausreichendem Datenvolumen. Wenn viel mit Freunden telefoniert wird, lohnt sich zudem ein Tarif mit Allnet Flat.


Smartphone kindergerecht machen

Die wichtigste Grundlage für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien und damit auch einem Handy ist Aufklärung. Rede mit deinem Kind darüber, wofür das Handy angeschafft wird und einigt euch auf klare Regeln zur Nutzung: Welche Apps dürfen verwendet werden, wann bleibt das Handy aus, wie lange am Tag darf es genutzt werden, welche Inhalte sind OK und welche tabu?


Sprecht dabei auch offen über mögliche Gefahren, die im Internet, in Spielen und Chats lauern können. Den meisten Kindern wurde und wird, damals wie heute noch, beigebracht, nicht zu Fremden ins Auto zu steigen. Auch in der digitalen Welt müssen Kinder wissen, was sie online über sich preisgeben können, wie man unmoralische Angebote erkennt und ein aufdringliches Gegenüber wieder loswird.

Nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ möchten Eltern, je nach Alter des Kindes, vielleicht einschränken, welche Apps ausgeführt werden dürfen, ob und wie der App Store verwendet werden kann, welche Nummern angerufen werden dürfen oder wann das Handy nicht genutzt werden darf. Das kann insbesondere bei jüngeren Kindern sinnvoll sein.

Kontrolle sollte aber nicht bedeuten, dass Eltern regelmäßig das Handy der Kinder durchsuchen. Ein solcher Vertrauensbruch wäre eher kontraproduktiv. Nach und nach solltest du die Einschränkungen dann lockern, um deinem Kind dein Vertrauen in seine verantwortungsbewusste Mediennutzung zu beweisen.


Apps für ein kindgerechtes Smartphone

In den App Stores finden sich zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Apps, mit denen Smartphones kindgerecht und sicher gemacht werden können. Unter Android kann durch einen speziell für Kinder entwickelten Launcher die Benutzeroberfläche verändert werden, um Kindern eine einfache, altersgerechte Bedienung zu ermöglichen. Und auch für das Einschränken von Apps, Inhalten und Nutzungszeiten gibt es ein breites Angebot.


kidslox

kidslox

Die App Kidslox ermöglicht unter anderem die Überwachung der Aktivitäten ihrer Kinder, das Einschränken der verfügbaren Apps und der Nutzung des Telefons in Form eines Timers.

Kidslox für iOS

Kidslox für Android

kidslox

Google Family Link

Google Family Link

Mit Google Family Link kannst du tageweise angeben, zu welcher Zeit das Handy nutzbar ist und ab wann es sich automatisch sperrt. Auch eine maximale Nutzungsdauer je Tag kann festgelegt werden, nach der sich das Smartphone dann ebenfalls sperrt.

Google Family Link für iOS

Google Family Link für Android


So sicherst du dein Smartphone auf iOS

iOS - Bildschirmzeit

iOS - Bildschirmzeit
iOS - Bildschirmzeit

Apple bietet unter iOS eine umfassende Kindersicherung an. In aktuellen Versionen des Betriebssystems findest du die Einstellungen unter dem Menüpunkt „Bildschirmzeit“. Hier kannst du einsehen, wie lange das Gerät am Tag genutzt wird und welche Apps verwendet wurden.


Außerdem kann festgelegt werden, ob das Handy beispielsweise während der Unterrichtszeit oder über Nacht gesperrt bleiben soll. Auch eine maximale Nutzungsdauer pro Tag kann hier eingestellt werden und das sowohl für das Handy im Allgemeinen als auch separat für installierte Apps. Wird die eingestellte Zeit überschritten, sperrt sich das Smartphone bzw. die jeweilige App.

Für alle Einschränkungen gilt natürlich, dass sie durch die Eltern bei Bedarf durch Eingabe der Eltern-PIN vorübergehend außer Kraft gesetzt werden können. Einzelne Apps lassen sich zudem von der Beschränkung ausschließen, sodass sie jederzeit und ohne Zeitlimit verwendet werden können.

Unter dem Punkt „Beschränkungen“ kannst du bestimmte Funktionen wie Bluetooth, Ortung, Käufe im App Store oder die Einblendung personalisierter Werbung einschränken oder ganz abschalten. Hier legst du auch fest, welche Art von Inhalten und Medien über den App Store, iTunes oder das Internet abgerufen werden dürfen und sperrst z.B. FSK-18-Inhalte und jugendgefährdende Webseiten.

Der große Vorteil von Apples Kindersicherung ist, dass sie auch geräteübergreifend für ein Apple-Konto festgelegt werden kann. Das heißt, wenn dein Kind neben einem iPhone auch noch ein eigenes iPad oder auch einen Mac zur Verfügung hat, kannst du alle Einschränkungen und Zeitkontingente auf all diesen Geräten nutzen. Hast du also etwa eine Bildschirmzeit von drei Stunden am Tag definiert, gilt diese nicht je Gerät, sondern für alle Geräte, die unter dem gleichen Konto laufen.

Über die Familienfreigabe kannst du eine eigene Apple-ID für dein Kind anlegen und so gekaufte Apps für dein Kind und weitere Familienmitglieder freigeben. Sind alle eure Apple-IDs in einer Familie zusammengefasst und die Accounts entsprechend als Eltern und Kinder gekennzeichnet, kannst du auch die Einstellungen der Kindersicherung über dein eigenes Handy oder Tablet fernsteuern.

Geht das Handy einmal verloren, hilft die iPhone-Suche dir, den letzten Standort zu ermitteln. Alle Geräte, die im Rahmen einer Familienfreigabe zu einer Familiengruppe gehören und die Ortungsfunktion aktiviert haben, tauchen hier automatisch auf.


Unser Fazit

Handys für Kinder sind praktisch und machen im Alltag vieles leichter. Während die Kinder der Neunziger noch Zettel hinterlassen mussten, wenn sie zu Freunden wollten, reicht heute eine kurze WhatsApp-Nachricht an Mama oder Papa. Eltern müssen nicht mehr bange warten, wenn der Nachwuchs später als gewohnt von der Schule heimkommt, sondern können sich mit einem einfachen Anruf vergewissern, dass einfach nur die Bahn Verspätung hatte.

Mit den neuen Möglichkeiten entsteht auch neue Verantwortung für Eltern und Kinder. Eltern müssen für Aufklärung sorgen, ihre Kinder behutsam an Medien heranführen und immer ein offenes Ohr für Fragen und Probleme haben. Kinder lernen immer früher den Umgang mit Technik und Medien und müssen für sich lernen, nicht in der Flut an Reizen und Eindrücken unterzugehen.

Mit den richtigen Geräten und Tarifen sowie der richtigen Vorbereitung steht den digitalen Abenteuern der nächsten Generation aber nichts mehr im Weg.


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