Handy-Display-Arten

Die Entwicklung der Mobiltelefon-Technologie ist seit den 90er Jahren sehr schnelllebig. Kaum vorstellbar, dass das Display des damaligen „Knochen“ noch eine schwarz-weiße Anzeige mit verpixelter Schrift besaß. In der Entwicklung folgten dann grafische und später auch Farb-Displays. Heutzutage lassen sich Smartphones und Tablets fast ausschließlich über ein Touch Display bedienen.

Doch was für Display-Arten und -Gläser gibt es überhaupt? Was sagt die Auflösung über die Qualität deines Handy-Displays aus und was sind die neuesten Display-Technologien? Wir verraten es dir!

Handy-Display-Arten

Display-Typ 108 Display-Typ Jedes Display besteht aus tausenden Bildpunkten, welche dann abhängig von der Technik zwei oder drei "Subpixel" in Rot, Blau und Grün enthalten. Wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Displaytypen genau liegen, erfährst du unten bei "Die Bildschirmtechnik in Smartphones". Super-AMOLED Display
Auflösung & Pixeldichte 121 Auflösung & Pixeldichte Als eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Smartphones wird meist die Auflösung bezeichnet. Diese wird durch die Anzahl der Pixel in Höhe mal Breite ausgedrückt. Die Pixeldichte ist ein weiterer Indikator für eine hochwertige Display-Qualität und wird in ppi ("pixels per inch") gemessen. Sie besagt, wieviel Pixel sich auf einem Zoll Display befinden. Die gesamte Pixeldichte gibt daher einen besseren Aufschluss über die tatsächliche Schärfe des Displays als die Auflösung. 3.200 x 1.440 Pixel bei 563 ppi
Display-Größe 6,2 Zoll
(15,75 cm)
Leuchtkraft 122 Leuchtkraft Die Leuchtkraft gibt an, wie hell das Display ist. Insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich der Displayinhalt umso besser erkennen, je höher der Wert ist. Gemessen wird der Wert in Candela pro Quadratmeter (cd/m2). "Candela" ist das lateinische Wort für Kerze – dementsprechend liegt die Leuchtkraft einer handelsüblichen Kerze auch bei etwa 1 cd. -
Display-Glas 137 Display-Glas Die verwendete Glasart gibt Aufschluss über die Bruchsicherheit des Handy-Displays. Eine Übersicht über die gängigsten Display-Gläser findest du weiter unten. Gorilla Glass 6
 



Display-Typ 108 Display-Typ Jedes Display besteht aus tausenden Bildpunkten, welche dann abhängig von der Technik zwei oder drei "Subpixel" in Rot, Blau und Grün enthalten. Wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Displaytypen genau liegen, erfährst du unten bei "Die Bildschirmtechnik in Smartphones". OLED Display
 
Auflösung & Pixeldichte 121 Auflösung & Pixeldichte Als eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Smartphones wird meist die Auflösung bezeichnet. Diese wird durch die Anzahl der Pixel in Höhe mal Breite ausgedrückt. Die Pixeldichte ist ein weiterer Indikator für eine hochwertige Display-Qualität und wird in ppi ("pixels per inch") gemessen. Sie besagt, wieviel Pixel sich auf einem Zoll Display befinden. Die gesamte Pixeldichte gibt daher einen besseren Aufschluss über die tatsächliche Schärfe des Displays als die Auflösung. 2.340 x 1.080 Pixel bei 398 ppi
Display-Größe 6,47 Zoll
(16,43 cm)
Leuchtkraft 122 Leuchtkraft Die Leuchtkraft gibt an, wie hell das Display ist. Insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich der Displayinhalt umso besser erkennen, je höher der Wert ist. Gemessen wird der Wert in Candela pro Quadratmeter (cd/m2). "Candela" ist das lateinische Wort für Kerze – dementsprechend liegt die Leuchtkraft einer handelsüblichen Kerze auch bei etwa 1 cd. 920,6 cd/m2
Display-Glas 137 Display-Glas Die verwendete Glasart gibt Aufschluss über die Bruchsicherheit des Handy-Displays. Eine Übersicht über die gängigsten Display-Gläser findest du weiter unten. -
 



Display-Typ 108 Display-Typ Jedes Display besteht aus tausenden Bildpunkten, welche dann abhängig von der Technik zwei oder drei "Subpixel" in Rot, Blau und Grün enthalten. Wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Displaytypen genau liegen, erfährst du unten bei "Die Bildschirmtechnik in Smartphones". All‑Screen OLED Multi‑Touch Display
Auflösung & Pixeldichte 121 Auflösung & Pixeldichte Als eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Smartphones wird meist die Auflösung bezeichnet. Diese wird durch die Anzahl der Pixel in Höhe mal Breite ausgedrückt. Die Pixeldichte ist ein weiterer Indikator für eine hochwertige Display-Qualität und wird in ppi ("pixels per inch") gemessen. Sie besagt, wieviel Pixel sich auf einem Zoll Display befinden. Die gesamte Pixeldichte gibt daher einen besseren Aufschluss über die tatsächliche Schärfe des Displays als die Auflösung. 2.436 x 1.125 Pixel bei 458 ppi
Display-Größe5,8 Zoll
(14,7 cm)
Leuchtkraft 122 Leuchtkraft Die Leuchtkraft gibt an, wie hell das Display ist. Insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich der Displayinhalt umso besser erkennen, je höher der Wert ist. Gemessen wird der Wert in Candela pro Quadratmeter (cd/m2). "Candela" ist das lateinische Wort für Kerze – dementsprechend liegt die Leuchtkraft einer handelsüblichen Kerze auch bei etwa 1 cd. 625 cd/m2
Display-Glas 137 Display-Glas Die verwendete Glasart gibt Aufschluss über die Bruchsicherheit des Handy-Displays. Eine Übersicht über die gängigsten Display-Gläser findest du weiter unten. -
 


Auflösung und Pixeldichte: Was dahinter steckt

Vergleich der Pixeldichte von Galaxy S2 und Galaxy S8+


Abbildung: Vergleich der Pixeldichte von Galaxy S2 und Galaxy S8+

Als eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale bei Smartphones wird meist die Auflösung bezeichnet. Diese wird durch die Anzahl der Pixel in Höhe mal Breite ausgedrückt. Die Pixeldichte ist ein weiterer Indikator für eine hochwertige Display-Qualität und wird in ppi ("pixels per inch") gemessen. Sie besagt, wie viele Pixel sich auf einem Zoll Display befinden. Die gesamte Pixeldichte gibt daher einen besseren Aufschluss über die tatsächliche Schärfe des Displays als die Auflösung. Dabei hat ein größeres Gerät mit HD-Auflösung eine geringere Pixeldichte als ein kleineres Gerät mit gleicher Auflösung. Das kleinere Gerät zeigt daher viel schärfere Bilder an. Demzufolge ist die Bildschirmgröße also ebenfalls von großer Bedeutung.

Fazit: Je größer das Display, desto größer sollte auch die Auflösung sein.

Evolution der Pixeldichte in den letzen Jahren

Evolution der Pixeldichte in den letzen Jahren

Evolution der Pixeldichte in den letzen Jahren

Die Pixeldichte bei Smartphone-Displays nimmt stark zu. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sie sich bei der Samsung-Galaxy-Serie mehr als verdoppelt.

Die Auflösung, also die Anzahl der Bildpunkte, beträgt beim Samsung Galaxy S6 edge+ sogar das Zehnfache des Samsung Galaxy SII.
 

Die aktuellen Display-Gläser und die Bildschirmtechnik in Smartphones

Die farbenprächtigen Touchscreen-Displays sind in den letzten Jahren nicht nur komfortabler, sondern auch robuster geworden. Dank der gehärteten Glasoberfläche sind die neuesten Smartphones und Tablets meist unempfindlich gegenüber Stößen und Kratzern.

Am häufigsten wird von den großen Herstellern, wie etwa Samsung, Gorilla Glass verwendet, welches immer weiter entwickelt wird. Mittlerweile gibt es bereits Gorilla Glass 6. Das Glas wurde speziell für den Einsatz in Smartphones entwickelt und soll mehrere Stürze aus typischer Hüfthöhe unbeschadet überstehen. Auch Apple bezieht das Glas für seine iPhones, iPads und Apple Watches vom Gorilla Glass Hersteller Corning. Es handelt sich dabei jedoch um ein eigens angepasstes Glas und nicht direkt um Gorilla Glass. Unter anderem soll durch eine spezielle Beschichtung die Kratzempfindlichkeit verringert und unschöne Fingerabdrücke auf dem Glas verhindert werden.

Bei den iPhones 6, 6s und 7, sowie den ersten Apple Watches hat Apple mit Saphirglas experimentiert. Spahir ist eines der härtesten Materialien der Welt und daher sehr unempfindlich gegen Kratzer, daher setzen beispielsweise auch die Hersteller hochwertiger Uhren auf dieses Material. Da sehr harte Gläser jedoch schneller brechen und Handys etwas mehr aushalten müssen, als eine Luxusuhr, waren die Geräte anfällig für Stürze. Inzwischen setzt Apple daher wieder auf die Gläser von Corning.

Diverse Hersteller tüfteln derwei ständig am idealen Verhältnis zwischen Härte und Flexibilität. Ein flexibles Glas gibt bei Stürzen oder beim Verbiegen des Handys nach und bricht nicht, dafür lässt es sich leicht zerkratzen. Ein hartes und dadurch kratzfestes Glas dagegen ist dafür aber so spröde, dass es schon bei geringen Belastungen brechen kann.

Bildschirmtechnik in Smartphones

Unter den gehärteten Schutzgläsern befindet sich dann die Bildschirm-Technik. Der Bildschirm besteht immer aus Millionen von Bildpunkten - den Pixeln - welche dann wiederum, abhängig von der Technik, zwei oder drei "Subpixel" in Rot, Blau und Grün enthalten. Folgende Technologien kommen dabei zum Einsatz:
 

LCD & TFT

LCD steht für Liquid Crystal Display, zu Deutsch: Flüssigkristall-Monitor. Hierbei bestehen die einzelnen Bildpunkte aus Flüssigkristallen, die allerdings nicht in der Lage sind von selbst zu leuchten. Daher benötigen sie eine Hintergrundbeleuchtung, was heute meist mittels LED gelöst wird. Das weiße Licht wird dann durch die Farbfilter der Subpixel in seine einzelnen Farben zerlegt, woraus sich letztendlich jede Farbe der Bildpunkte zusammensetzt. TFT steht als Abkürzung für "Thin Film Transistor". Diese Technik reguliert die Helligkeit jedes LCD Bildpunkts. Die einzelnen Kristalle mithilfe winziger "Dünnschichttransistoren" mit elektrischer Spannung versorgt. Diese Spannung reguliert die Durchlässigkeit des Lichts bei den einzelnen Kristallen und so entstehen dann die Farben. Kommt beispielsweise durch das rote und das grüne Subpixel gleich viel Licht und das blaue ist währenddessen ausgeschaltet, mischen sich die Farben zu Gelb.
 

S-LCD

Super-LCD ist lediglich eine Weiterentwicklung der LCD Technologie, wobei Schwachstellen ausgebügelt wurden. Beispielsweise fällt bei der S-LCD Technologie die Luftschicht zwischen Displayglas und Anzeigeschicht weg, damit Reflexionen des Umgebungslichts vermieden werden.
 

IPS

IPS bedeutet "In-Plane-Switching" und ist eine Technologie, die LC-Displays ergänzt. Dabei soll IPS vor allem die Blickwinkelstabilität verbessern. Der Winkel, in dem man das Display betrachtet, hat dadurch keinen Einfluss auf Farb-, Kontrast- oder Helligkeitsveränderungen. Diese Technologie ist ein wichtiger Fortschritt in der Entwicklung der Displays und daher haben die meisten aktuellen Smartphones, aber auch PC Monitore und Fernseher mit LCD auch IPS.
 

OLED & AMOLED

"Organic Light Emitting Diode" oder kurz OLED löst einige Probleme des klassischen LCD. Jeder Bildpunkt ist hier eine eigene Lichtquelle, benötigt also keine Hintergrundbeleuchtung mehr. OLED Displays können dadruch aus einem beliebigen Blickwinkel betrachtet werden, verbrauchen sehr viel weniger Strom und liefern kontraststarke Bilder mit tiefem Schwarz. Da ein einfaches OLED Display sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen ist und eine Art Einbrenneffekt entstehen kann, wenn lange das gleiche Bild gezeigt wird, finden sich in modernen Handys in der Regel AMOLED Displays, die über eine aktive Transistormatrix und ein angepasstes Subpixel-Schema verfügen und so einige Probleme der OLED Technik umgeht.
 

SUPER AMOLED

Der Super AMOLED Bildschirm ist ein Marketingbegriff, den Samsung ins Leben gerufen hat. Statt der bei den AMOLED Bildschirmen häufig verwendeten PenTile-Matrix benutzt Samsung hier wieder ein traditionelles RGB-Schema, bei dem sich ein Pixel aus den drei Subpixeln Rot, Grün und Blau zusammensetzt. Besonders sehr feine Linien können so schärfer dargestellt werden.
 

RETINA, LIQUID RETINA & SUPER RETINA

Das Retina Display ist eine Schöpfung von Apple. Hierbei handelt es sich um herkömmliche IPS LCDs oder AMOLED Displays. Der Begriff Retina bezeichnet im Englischen die Netzhaut des Auges, denn die Auflösung bei den Apple Bildschirmen soll so hoch sein, dass das menschliche Auge die einzelne Bildpunkte nicht mehr erkennen kann. Das klassische Retina Display und auch die ab dem iPhone 11 verwendeten Liquid Retina Displays sind jeweils IPS LCD Bildschirme. In den höherpreisigen Modellen setzt Apple, seit dem iPhone X, auf OLED Technologie, die unter der Bezeichnung Super Retina verkauft wird.

Die Entwicklung der Handy Displays steht nicht still. Immer wieder kommt ein Smartphone mit einem neuartigeren weiterentwickelten Display auf den Markt. Dabei steht nicht immer zwangsläufig die Technik im Vordergrund, sondern auch verschiedene Features. Diese verschiedenen Trends möchten wir euch vorstellen.
 

Foldable Screens

Mehrere Hersteller arbeiten an Handys mit Faltbaren Displays. Dank OLED Technik, bei der das Display aus einer dünnen und flexiblen Folie besteht ist das technisch bereits möglich und erste Handys mit dieser Technik sind bereits auf dem Markt. Die größte Herausforderung ist hier aber noch die Langlebigkeit. Gerade in der Mitte, wo das Display am stärksten geknickt wird, kann es über längere Zeit zu Problemen kommen.
 

Integrierte Fingerabdruckscanner

Der Trend geht seit einiger Zeit zu möglichst randlosen Displays. Das kollidiert leider mit weiterer Technik, die auf der Vorderseite des Handys verbaut wird, wie Kameras und Fingerabdruckscanner. Die "Nodge", also ein Ausschnitt am oberen Display-Rand, der mal kleiner und mal größer ausfällt, gehört inzwischen bei vielen Handys dazu. Andere Hersteller werden kreativ und lassen die Selfie-Kamera beim Fotografieren per Motor ausfahren. Für das Scannen des Fingerabdrucks ist es inzwischen gelungen verlässliche Sensoren unsichtbar unter dem Display zu verbauen.
 

Das Display als Lautsprecher

Durch eine spezielle Technik soll hier das Display in Schwingung versetzt werden und dadurch als Lautsprecher dienen, so könnten künftig auch Ausschnitte dafür entfallen. Erste Versuche zeigen, dass das durchaus funktioniert. Kristallklaren Sound mit satten Bässen solltest du hier aber eher nicht erwarten.
 

Edge-Screen

Vor allem Samsung setzte bei seinen Premium-Modellen eine Zeit lang auf dieses Feature, bei dem das Display um den Rand geführt wird und so auch an der Seite des Handys Informationen angezeigt werden können. Durchgesetzt hat sich dies aber nicht und so gibt es derzeit keine aktuellen Samsung Handys mit Edge Display.
 

Force Touch und Knuckle Gestures

Um die Bedienung des Handys in jeder Situation zu ermöglichen, lassen die Hersteller sich immer wieder Funktionen einfallen, die mit einer Geste erledigen, was sonst mehrere "Klicks" benötigt hätte. So können auf Apples iPhones durch kräftiges Drücken zusätzliche Funktionen oder Menüs aufgerufen und häufig verwendete Features einer App direkt angesteuert werden. Huawei spendiert seinen Oberklasse Smartphones mit Knucke Gestures zusätzliche Gesten, die mit den Fingerknöcheln, beispielsweise durch Klopfen auf das Display ausgeführt werden.