Akkuleistung von Smartphones erhöhen

10 Tipps für eine energiegeladene Nutzung

Akkuleistung von Smartphones erhöhen

Dein Smartphone: Immer dabei, zweites Gehirn, Datenbank, Navigator, Netzwerker, Spielzeug, Schnappschießer, Lebensretter – und ohne Akku. Kennt jeder, will aber keiner. Du auch nicht? Dann pass jetzt genau auf, denn wir zeigen dir einfache Tricks, um die Akkuleistung deines Handys zu steigern.

Unsere 10 Tipps im Überblick:

  1. Richtig aufladen
  2. Energieverbrauch managen
  3. Mythos Apps im Hintergrund beenden
  4. Display dimmen
  5. Weniger Funktionen
  6. Mehr Updates
  7. Auf die Temperatur achten
  8. Energiereserven mitnehmen
  9. Auch unterwegs für neue Energie sorgen
  10. Einfach mal abschalten

 

 

Akkuleistung von Smartphones erhöhen
Unsere 10 Tipps für mehr Akkulaufzeit
Unser Tipp: Akku richtig aufladen

1. Richtig aufladen

Unser Tipp: Akku richtig aufladen

Lass dein Handy nicht vollständig entladen und lade es auch nicht bis 100% auf. Dieses Vorgehen ist Geschichte, seit es Lithium-Ionen-Akkus gibt. Denn: Extreme Akkuladungen belasten diese Batterien enorm, die Lebensdauer deines Akkus verkürzt sich infolgedessen. Besser ist es, wenn du dein Handy in einem Ladestand zwischen etwa 30 und 70 % hältst. Dabei handelt es sich um einen Richtwert. In der Regel gilt also: Lieber nur kurz aufladen, wenn deine Akkustand niedrig ist; bei gut geladenem Akku lieber den Stecker ganz aus der Dose lassen.

Daher kannst du auch endgültig den Memory Effekt aus deinem Gedächtnis streichen. Früher häufig verwendete Nickel-Cadmium-Batterien merkten sich den letzten Ladestand deines Gerätes und luden dann nicht mehr vollständig auf. Für deinen Lithium-Ionen-Akku (kurz Li-Ion) gilt diese Regel allerdings nicht.

Tipp: Nutze am besten immer das mitgelieferte Ladegerät deines Handys, denn dieses ist am besten auf die Spezifikationen deines Akkus abgestimmt. Beim Laden am PC oder mit universellen Netzteilen kannst du meist auch nicht viel falsch machen. Manche – gerade ältere – Handys vertragen es aber z.B. nicht wenn sie mit einem zu leistungsstarken Ladeadapter aufgeladen werden, z.B. einem für Tablets. Vermeiden solltest du in jedem Fall billige Adapter mit minderwertiger Elektronik. Achte beim Kauf auf Kennzeichnungen wie das CE-Logo und kaufe Ladegeräte nur bei vertrauenswürdige Händlern oder direkt aus dem originalen Zubehör des Herstellers.

2. Energieverbrauch managen

Den Energieverbrauch deines Handys kannst du über zwei Methoden regeln: Manuell über die Einstellungen oder mit Hilfe von Energiespar-Apps. Im Einstellungsmenü deines Smartphones bekommst du einen Überblick aller Anwendungen und kannst so deren Verbrauch managen. Besonders wer viele Apps herunterlädt ist gut beraten, dies regelmäßig zu kontrollieren. Du hast einen Stromfresser identifiziert? Dann schalte die App ab oder deinstalliere sie gleich.

Zur Standardausrüstung aktueller Handys gehören zudem Energiesparmodi. Die kannst du aktivieren, wenn es einmal richtig knapp wird oder einstellen, ab welchem Ladestand dein Handy automatisch in den Sparmodus schalten soll. Diese Funktionen drosseln die Leistung des Handys oder die Hintergrundbeleuchtung und greifen auch mal rigoros gegen allzu stromhungrige Apss durch, damit du weiterhin erreichbar bleibst. Wer keine Lust auf die manuelle Methode hat, kann auf Stromspar-Apps zurückgreifen. Davon gibt es eine Vielzahl, die auf unterschiedliche Weise funktionieren: Sie zeigen dir das ideale Ladungslevel an, beenden unnötige Prozesse im Hintergrund, durchsuchen Apps auf ihren Stromverbrauch hin, berechnen Restlaufzeiten – kurz: sorgen für beste Akku-Performance.

Video: Einstellungen „Akku“ unter Android

Video: Einstellungen „Akku“ unter iOS

3. Mythos "Apps im Hintergrund beenden"

Oft wird dazu geraten regelmäßig alle geöffneten Apps zu schließen. Es ist aber in der Regel völlig unproblematisch, Apps im Hintergrund geöffnet zu lassen. Android- sowie iOS-Betriebssysteme verfügen in den aktuellen Versionen über ein smartes Energiemanagement und frieren Apps im Hintergrund ein, wenn du sie nicht mehr benutzt. Schließt du die Anwendungen, verbraucht das unter Umständen sogar mehr Strom, denn so müssen die Apps beim nächsten Start immer wieder komplett neu in den Arbeitsspeicher geladen werden.

4. Display dimmen

Schon ein paar Prozent weniger Helligkeit können spürbar helfen, den Stromverbrauch deines Handys zu senken. Viele Smartphones können, ausgehend von der eingestellten Wunsch-Helligkeit, das Display entsprechend der Umgebung nachjustieren , sodass du auch im Dunklen oder im gleißenden Sonnenlicht stets perfekte Sicht auf dein Display hast. Zudem hast du in den Einstellungen die Möglichkeit, das Durchhaltevermögen deines Akkus zu steigern, indem sich die Displaysperre bereits nach wenigen Sekunden automatisch einschaltet.

Du hast ein Smartphone mit AMOLED-Display? Da hier jedes Pixel selbst leuchtet und die Helligkeit nicht von einer einzigen Lichtquelle hinter dem Display bestimmt wird, lohnt es sich, auf bunte Wallpaper zu verzichten und das Display auf schwarze Hintergrundfarbe einzustellen. Dann können viele Pixel aus bleiben und du schonst den Akku. Bei klassischen LCD Displays hat die Hintergrundfarbe aber keinen Einfluss auf den Stromverbrauch, hier hilft lediglich der Griff zum Dimmer.

5. Weniger Funktionen

WLAN, NFC, Bluetooth – dein Smartphone verfügt über eine ganze Reihe an Features, die Strom verbrauchen. Denn: Sind sie aktiv, suchen sie permanent nach anderen Geräten oder Zugangspunkten. Wenn du sie nicht benötigst, schalte sie am besten einfach aus und erhöhe so deine Akkuleistung.

Auch hilfreich: Vibration abschalten. Diese Funktion für Anrufe, Tastentöne und vieles mehr beeinträchtigt die Laufzeit deiner Handy-Batterie mehr als du denkst. Gleiches gilt für Widgets. Die praktischen Anwendungen halten dich zwar stets auf dem Laufenden, was etwa das Wetter betrifft. Allerdings müssen sie dafür selbst ständig laufen und versuchen – wie im Beispiel mit dem Wetter-Widget – eine Internetverbindung herzustellen oder deinen Standort per GPS zu bestimmen.Wer nicht auf Widgets verzichten möchte, kann zur erhöhten Akkuleistung seines Smartphones zumindest die Abstände zwischen den Aktualisierungen erhöhen. Dieser Trick hilft ebenfalls beim Thema Synchronisation, etwa deines E-Mail-Accounts.
 

Nicht benötigte Funktionen deaktivieren

Abbildung: Was gerade nicht benötigt wird, kann ausgeschaltet werden.

6. Mehr Updates

Spare auch Energie, indem du Apps sowie Betriebssystem regelmäßig updatest. Die Aktualisierungen steigern oft die Effizienz deines Smartphones und der darauf installierten Anwendungen oder bügeln Softwarefehler aus, die der Batterie zu schaffen machen.

7. Auf die Temperatur achten

Er sieht nicht nach viel aus, aber in deinem Akku laufen zahlreiche chemische Reaktionen ab. Diese Prozesse und damit die Ausdauerleistung deiner Handy-Batterie kannst du jedoch stören, wenn du dein Smartphone zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen aussetzt.Daher gilt Ähnliches wie für dich: Setze dein Smartphone im Sommer nicht direkter Sonnenstrahlung aus. Schütze es vor der Winterkälte, indem du es nah am Körper trägst oder zusätzlich in eine Hülle verpackst. In einem Temperaturbereich zwischen 18 und 25 Grad Celsius lebt deine Li-Ion-Batterie länger.

8. Energiereserven mitnehmen

Powerbanks bekommst du inzwischen in fast jedem Format und mit unterschiedlicher Kapazität. Handlich und leicht nimmst du sie überall mit hin mit und verschaffst deinem Smartphone bis zu sechs spontane Energiespritzen. Besonders Leistungsstarke Modelle haben sogar genügendPower um nicht nur dein Handy wieder in Gang zu bringen, sie können auch einem Auto mit entladener Batterie Starthilfe geben. Wichtig: Die Powerbank musst du natürlich auch regelmäßig aufladen.

9. Auch unterwegs für neue Energie sorgen

Du möchtest dir unterwegs um die Akkuladung deines Handys so wenig Gedanken wie möglich machen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du auch ohne Steckdose und Powerbank an Strom kommst, wenn dein Ladestand sich trotz aller Energiepspartipps der 0% Marke nähert.

Umweltfreundlich, aber wetterabhängig energieversorgt ist dein Mobiltelefon mit Solartechnik. Diese kommt im mobilen Bereich in Form von kleinen Solarpanels zum Einsatz, die du dann per Ladekabel mit deinem Smartphone verbindest.

Du magst es eher sportlich? Dann teste doch das Aufladen der Handy-Batterie per Muskelkraft. Spezielle Ladegräte verfügen dafür über eine Kurbel. Betätigst du sie für ein paar Minuten, setzt das Gerät deine Kraft in elektrische Energie um und speichert sie im Handyakku oder einer Powerbank. Ähnlich funktioniert der Lader für den Fahrrad-Dynamo: Mit jedem Tritt in die Pedale verpasst du deinem Handy einen Stromschub, der sich auszahlt. Die Geräte sind zudem robust und meistens wasserdicht, also zuverlässige Begleiter vom Weg ins Büro bis zur Tour in der Freizeit.

Campingfreunde, Frischluftfanatiker und Festivalgänger werden die folgende Option besonders interessant finden: Die Handy-Batterie mit Feuer wieder aufladen. Das klingt kurios, funktioniert aber tatsächlich. Der BioLite Camp Stove produziert durch die Wärme eines kleinen Feuers so viel Energie, dass du den eingebauten USB-Anschluss nutzen kannst – zum Beispiel, um dein Smartphone-Akku auch auf mehrtägigen Campingtrips mitten im Wald wieder aufzuladen. Und ganz nebenbei kochst du dir auf dem Feuer auch gleich noch einen leckeren Tee oder eine Dose Ravioli. Also eine ideale Ergänzung zu deinem Outdoor-Smartphone.
 

Aufladen mal anders: Der BioLite Camp Stove nutzt die Energie des Feuers.

10. Einfach mal abschalten

Ob zur Fastenzeit oder einfach so: Digital Detox tut hin und wieder sowohl dir, als auch dem Handy-Akku gut. Denn am meisten Strom sparst du selbstverständlich dann, wenn du dein Smartphone einfach mal ausschaltest.