Android OS

Das Google Betriebssystem für Android Smartphones und Tablets

Android OS ist ein Betriebssystem für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Die Open Handset Alliance, deren Hauptmitglied Google ist, hat mittlerweile schon zahlreiche Versionen veröffentlicht. Dabei wurden stetig Sicherheitsfeatures ergänzt, die Performance verbessert und die Nutzeroberfläche fortlaufend optimiert, um die Bedienung noch intuitiver zu machen.

Android OS bietet nicht nur eine riesige Auswahl an Apps aus dem Play Store, sondern ist auch mit einer Vielzahl von Apps aus anderen Quellen kompatibel. Die Offenheit des Android Betriebssystems wird außerdem durch eine große Geräteauswahl in verschiedenen Preisklassen ergänzt.

Android OS - Das Google Betriebssystem für Android Smartphones und Tablets

Die verschiedenen Android OS Versionen

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Abbildung: Samsung Galaxy S mit Android 2.1 Éclair

Ab der ersten Version ist Android OS ein offenes Betriebssystem, das die meisten Apps und Widgets unterstützt. Mit Android Cupcake wurde u.a. die Bildschirmtastatur sowie der automatische Wechsel zwischen Hoch- und Querformat eingeführt. Ab Android Donut standen dann auch Text-to-Speech, Gestenerkennung sowie eine verbesserte interne Suche zur Verfügung. Zudem wird ab dieser Version die Verbindung mit VPN-Netzwerken unterstützt.

Die zweite Android Version brachte den Bluetooth-Standard 2.1 und außerdem die Möglichkeit, mit dem Endgerät mehrere E-Mail-Konten zu verwalten, mit sich. Zudem wird ab Android Eclair der Webstandard HTML5 unterstützt und Flash-Inhalte können direkt im Browser wiedergegeben werden. Android Gingerbread lieferte schließlich eine neue Oberfläche mit intuitiven Menüs sowie eine verbesserte virtuelle Tastatur.

Honeycomb ist das dritte, speziell für Tablets optimierte Android Update. Neben einer vollkommen neuen Nutzeroberfläche sind weitere Browser-Funktionen wie die Synchronisierung der Lesezeichen im Google Browser, Tabs oder das automatische Ausfüllen von Web-Formularen hinzu gekommen. Dank der Zoom-Funktion laufen Smartphone-Apps jetzt auch auf dem Tablet im Vollbildmodus.

Mit der vierten Android Version führte Google die bis zu diesem Zeitpunkt umfangreichsten Updates durch. Jetzt liefen sowohl Smartphones als auch Tablets mit Android Ice Cream Sandwich, welches zudem sogleich mit einem schnelleren Browser und einer runderneuerten Nutzeroberfläche ausgestattet wurde. Android Jelly Bean führte außerdem den intelligenten Assistenten Google Now ein und rüstete Geräte mit barrierefreier Gestensteuerung und Braille-Unterstützung nach. Die letzte Version des vierten Android Updates, die nach dem bekannten Schokoriegel KitKat benannt wurde, zeichnete sich vor allem durch eine verbesserte Energieeffizienz und reduzierte Hardwareanforderungen aus, so dass Android nun auch problemlos auf Low-End-Geräten verwendet werden konnte.



Die fünfte Android Version hört auf den Namen Lollipop und stellte den bislang größten Umbruch des Systems dar. Mit dieser Version kam eine völlig neue Optik im sogenannten Material Design, das eine deutlich höhere Dreidimensionalität in der Darstellung besitzt und unter anderem durch mehr Farbe an intuitiver Bedienung gewinnt. Zudem wurde unter anderem die Performance bei gleichzeitig gesteigerter Akku-Leistung verbessert, die Schnelleinstellungen überarbeitet sowie eine Benachrichtigungsanzeige eingeführt. Als Innovation gilt außerdem die neue Smart-Lock-Funktion. Mit dieser lassen sich Orte wie definierte WLAN-Netzwerke festlegen, unter denen das Entsperren des Sperrbildschirms nicht mehr notwendig ist.

Auch bei der aktuellsten Version Android 6.0 greift Google namenstechnisch wieder zu den Süßigkeiten und nennt das Update Android Marshmallow. Bei dieser Version gehören unter anderem die Verwaltung von App-Berechtigungen, eine verbesserte Web-Nutzererfahrung und die Antwort auf Apple Pay nämlich Android Pay zu den Innovationen seitens Android. Des Weiteren unterstützt Android M die Nutzung von Fingerabdruckscannern. Einkäufe im App Store können somit lediglich durch den Fingerscan bestätigt werden. Weiterhin können die gespeicherten Fingerabdrücke innerhalb von Google Play ganz einfach verwaltet und hinzugefügt werden. Auch zur Anmeldung verschiedener Apps kann man den Fingerabdruckscanner mit dem neuen Android M nutzen. Ebenfalls werden die allgemeine Leistung und die Akkulaufzeit verbessert. Das neue Feature Doze kann erkennen, ob dein Smartphone gerade genutzt wird oder nicht. Auf diese Weise kann es schneller in den Standby-Modus umschalten.

Samsung Galaxy A5(2016)

Abbildung: Samsung Galaxy A5 (2016) mit Android 5.1 Lollipop



Nicht zuletzt wurde die GPS-Funktion so optimiert, dass einem anhand des Standorts Apps von Geschäften oder Restaurants in der Nähe angezeigt werden. Ein Uninstall Manager ist insbesondere für Geräte mit weniger Speicherplatz von Vorteil. Denn mit diesem Feature erhält man Aufschluss über die installierten Apps und deren beanspruchten Speicherplatz. Zusätzlich macht der neue RAM-Manager das simultane Deinstallieren mehrerer Applikationen möglich.

Nachdem Android 6.0 lange Zeit nur auf Google Nexus Geräten verfügbar wird, kann man das erste größere Update Android 6.0.1 nun auch auf Geräten von Samsung und HTC nutzen. Mit dieser Aktualisierung wurden Sicherheitslücken geschlossen und die Nutzer dürfen sich über neue Emojis freuen.



Ausblick auf Android N: Wofür das "N" beim zukünftigen Android-Update steht, ist noch offen. Dafür sind die Neuerungen, die mit Android 7.0 erwartet werden, beachtlich. Bereits beim Installieren soll man mit auffallender Schnelligkeit überrascht werden. Diese basiert auf der neuen JIT-Kompilierung. Das Cachen der Apps findet also nicht wie gewohnt direkt nach dem Update statt, sondern erst beim ersten Start der App.
 
In Sachen Optik werden einige Änderungen, die mit dem Vorgänger erst eingeführt wurden, wieder verschwinden. Beispielsweise soll es kein Dark Theme mehr geben. Dafür können sich die User den Hintergrund der Tastatur farbig einstellen oder auch ein individuelles Bild als Tastatur-Hintergrund nutzen. Grundsätzlich soll die Struktur besser und intelligenter werden. Kürzlich geöffnete Apps werden mit einem Clear-All-Button versehen und lange Zeit ignorierte Fenster löschen sich automatisch. In den Schnelleinstellungen kann man zukünftig einen Nachtmodus finden, der bei Aktivierung die Blautöne im Bild herunterschraubt und es somit angenehmer für die Augen macht. Ein weiteres Top-Feature ist der Multi-Window-Modus. Mit diesem Modus soll es möglich sein, zwei Fenster oder auch zwei Apps gleichzeitig einzusehen und zu benutzen.

Weitere attraktive Innovationen von Android N:

  • nativer VR-Modus
  • Mehrsprachigkeit
  • Vulkan API: bessere Grafik in Spielen
  • Erweiterung Doze-on-the-Go
  • schönere Animationen
  • neue Hauptbildschirm-Gesten

Übrigens: Mit der kostenlosen App "N-ify" kannst du schon jetzt einige Android-N-Funktionen auf deinem Smartphone ausprobieren. Voraussetzung für die Installation der App sind die Versionen Android Marshmallow oder Android Lollipop.


Der Android Market

Der Android Market

Google Play

Auf der cloud-basierten Plattform Google Play werden Anwendungen, Filme, Spiele, Musik und E-Books zum Download angeboten. Wer ein Google-Konto besitzt, hat Zugang zu mehr als 1 Million Apps und kann diese auf seinem Android-Gerät installieren. Auf Android Smartphones und Tablets ist der Google Play Store bereits vorinstalliert. Aber auch über den Webbrowser des PCs kann man inzwischen auf den App Store "Google Play" zugreifen. Kostenpflichtige Apps können entweder mit dem von Google entwickelten Zahlsystem Google Wallet oder per Kredit- bzw. Debitkarte bezahlt werden. Der Anteil kostenloser gegenüber kostenpflichtiger Android Apps liegt bei etwa 69 Prozent (Tendenz: Seit Jahren steigend).



Android Apps

Auf der Google Play Startseite werden die neuesten App-Empfehlungen angezeigt. Insgesamt beträgt der Anteil der Android Games an den im Market angebotenen Anwendungen mehr als 15 Prozent. Aber auch Multimedia-Anwendungen sowie unzählige mobile Organisations- und Informations-Apps stehen dem Nutzer zum Download zur Verfügung. Der Vorteil: Jede Android App arbeitet in einer abgesicherten Arbeitsumgebung, wodurch verhindert wird, dass sie ohne Erlaubnis auf Systembereiche oder Daten zugreift.

Auch Apps aus anderen Quellen lassen sich problemlos auf Android Geräten installieren. Einziger Nachteil: Nicht alle Apps sind optimal auf die Bildschirmgrößen der verschiedenen Geräte angepasst.

Android Apps

Android Handys in allen Preisklassen

Android Handys gibt es in großer Auswahl in vielen unterschiedlichen Preisklassen, sodass für jeden Geldbeutel das passende Gerät dabei ist. Geräte mit Android OS gibt es zum Beispiel von HTC, Samsung, LG, Motorola, Huawei und Sony.

Android wird ständig weiterentwickelt und Google veröffentlicht regelmäßig Updates seines Betriebssystems. Allerdings werden die System-Updates nicht von allen Android Handy Herstellern sofort verfügbar gemacht, was zur Folge hat, dass Nutzer teilweise lange oder sogar vergeblich auf die letzte Software-Aktualisierung warten müssen.