Fotozeit mit Leni Paperboats

Fotozeit mit Leni Paperboats

Als ambitionierte Fotografin und Bloggerin lässt sich Marlen Stahlhuth, auch bekannt als Leni Paperboats, immer von den neuesten Trends und vielen visuellen Eindrücken inspirieren – egal ob auf zahlreichen Reisen oder in ihrer Wahlheimat Berlin.

Mit congstar spricht die junge Fotografin über ihre ganz persönliche Leidenschaft, gibt Tipps, wie man das Beste aus Fotos herausholt – und erzählt uns, warum Fotos auch mehr als nur ein schneller Schnappschuss sind.

Interview mit Leni

Lenis Top-Instagram-Accounts

App-Tipps für tolle Fotos

Fotozeit mit Leni Paperboats



Fotografie: Leni Paperboats im Interview

Leni Paperboats im Interview

Egal ob in New York, Tokyo oder Berlin: Sie ist immer auf Achse und auf der Suche nach den besten Motiven und größten Inspirationen. Marlen Stahlhuth alias Leni Paperboats lebt ihre Leidenschaft als Fotografin und Bloggerin. Mit congstar spricht sie über ihr Leidenschaftsthema, ihren Weg als Fotografin – und gibt Tipps, was man als guter Fotograf mitbringen muss und wie man die besten Fotos mit dem Smartphone macht!

Leni Paperboats im Interview

Lenis Weg zur Fotografie

„Eigentlich wollte ich freie Kunst studieren und malen. Meine Eltern waren davon allerdings nicht so begeistert. Außerdem war ich auch viel zu ungeduldig. Jedes Mal wenn, ich mitten in einem Bild war, hatte ich schon wieder drei neue Ideen für weitere Bilder, und das hat mir immer alles viel zu lange gedauert. Mit einer Kamera ist man da flexibler und vor allem schneller. Ansonsten war mein Werdegang relativ normal. Zwei Praktika bei selbstständigen Fotografen, und dann bin ich übers Bloggen und durch Street-Style-Fotos da irgendwie so reingerutscht.“


Always on – flexibel sein und alles teilen können

instagram & der Blog sind wie meine fotografische Visitenkarte.

Für Leni ist es im Job sehr wichtig, immer und überall erreichbar zu sein: „Gerade bei meinem Job, wo viel davon abhängt, ob man kurzfristig flexibel etwas umsetzen kann und wo die Konkurrenz nicht gerade klein ist, entscheidet oft, wer als erstes auf die E-Mail antwortet.“ Aber auch Social Media ist für die Fotografin ein wichtiger Bereich, wie sie erklärt: „Instagram und der Blog sind ja sowas wie meine fotografische Visitenkarte und daher super wichtig für meine Arbeit. Außerdem bin ich Fan von Kreativität teilen und sich inspirieren lassen. Ich stelle zum Beispiel auf meinem Blog immer wieder Fotografen vor, die ich selber unglaublich toll finde!“

instagram & der Blog sind wie meine fotografische Visitenkarte.

Was ein guter Fotograf mitbringen muss

„Experimentierfreude und Menschenkenntnisse. Mir ist Technik und Equipment nicht so wichtig. Ich finde, die besten Fotos sind die, bei denen man merkt, dass der Fotograf und das Model eine besondere Beziehung hatten. Etwas, was eben nicht jeder einfangen könnte. Außerdem muss man bereit sein, Fehler zu machen und Ungewolltes zuzulassen – was für mich zum Beispiel super schwer ist. Aber dabei entstehen oft die viel besseren Fotos, als wenn man von vornerein jedes Bild plant.“


Tipps für Fotografen und solche, die es werden möchten – auch mit dem Smartphone

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Beim Fotografieren hält es Leni sehr simpel: „Einfach machen. Viel experimentieren, Freunde fragen, ob sie für einen modeln oder einfach beim Reisen anfangen zu fotografieren. Es ist leichter als je zuvor. Viele denken zu viel darüber nach! Ich bin da ja auch eher reingerutscht.“ Ihre wichtigen Tipps für gute Fotos mit dem Smartphone: „Auf die Belichtung achten. Einen guten Ausschnitt wählen. Oft ist weniger mehr. Die Perspektive wechseln. Mal von oben, mal von unten, mal in Bewegung... rumspielen und gucken, ob sich was Tolles ergibt. Man kann auch unglaublich viel mit Lichtreflexen, Spiegeln, Glas, oder Wasser machen. Dafür braucht es oft kaum Budget und man erzielt tolle Effekte.“

Leni’s Tipps für tolle Fotos

Auf die Belichtung achten: Ein No-Go ist zum Beispiel Gegenlicht bei Selfies. Eine Handykamera kann das nicht gut ausgleichen, dadurch wird das Gesicht unvorteilhaft beleuchtet. Am besten eignet sich stattdessen ein recht dunkler Raum mit nur einer Lichtquelle, z.B. einem kleinen Fenster. Ich gehe meistens ins Treppenhaus, weil meine Wohnung zu hell ist. Wenn nämlich der Hintergrund dunkel ist, wird das Gesicht durch die kleine Lichtquelle besonders schön weichgezeichnet. Wenn dann auch noch die Sonne scheint: umso besser.


Spiel mit Schatten: Ich experimentiere oft damit, Objekte oder Pflanzen vor die Lichtquelle zu halten. Dann wirft dieses Objekt tolle Schatten auf das, was ich fotografieren möchte, und es sieht viel lebendiger aus.


Absurde Winkel nehmen: Ich fotografiere mich tatsächlich super gerne von unten aber so richtig von unten. Telefon auf den Boden gelegt und dann drüber gestellt. Das verzerrt den Körper auf interessante Weise und man kann allerlei mit den Haaren anstellen. Oft hilft es auch, wenn man ein Bild dreht, so dass sich nicht erkennen lässt, wie es wirklich entstanden ist.


Bewegung: Bei Kleidung, die viel schwingt, versuche ich immer wieder, Stoffe mit vor die Kamera zu schwenken, diese teilweise zu verdecken oder mit der Tiefenschärfe zu spielen. Hierbei kann ein Selbstauslöser helfen – die gibt es für wenige Euros in allen Elektronikgeschäften, und man kann sich in Ruhe bewegen und trotzdem tolle Fotos erzielen.


Durch Sachen hindurch fotografieren: Man kann durch fast alle Materialien hindurch fotografieren, die irgendwie durchscheinend sind: Weingläser, Folien, Transparenten Stoffe, Netzstrumpfhosen, Wasserflaschen etc. Je näher man damit am Kameraobjektiv ist, desto besser – und desto weniger erkennt man, was ihr davorgehalten habt. Toll sind da auch Lichter, die für zusätzliche Effekte sorgen. Vor allem solltet ihr mit Sachen experimentieren, die für Fotos ganz untypisch sind.


Authentische Fotos mit Bedeutung

Authentische Fotos mit Bedeutung

Doch verliert man bei Fotografien vor lauter Filtern nicht auch ein Stück Echtheit? Leni sieht das gelassen: „Filter sind letztendlich digitale Entwicklungsmethoden. Früher hat man das im Chemikalbad im Labor gemacht, heute ahmen diese Filter den Look der analogen Fotografie nach.“. Auch die Technik ist für viele das absolute Nonplusultra beim Fotografieren. Doch ist sie wirklich so wichtig? Für Leni sind Megapixel nicht alles: „Die Technik ist für mich zweitrangig. Sie interessiert mich nur, wenn ich nicht zu dem Ergebnis komme, das ich mir in meinem Kopf vorstelle. Ich halte nichts vom perfekten Ausleuchten von Bildern. Fotos leben davon, nicht perfekt zu sein. Die richtige Unschärfe kann ein Bild stimmungsvoller wirken lassen.“

Authentische Fotos mit Bedeutung

Doch Fotografien sind mehr als nur ein schneller Schnappschuss, mehr als ein Selfie. Fotografien fangen nicht nur den aktuellen Moment ein, sie erzählen auch Geschichten von Situationen und Menschen, die man damit präsentiert – für mehr Tiefe und Hintergrund. Lifestyle, Reisen und Mode stehen zwar nach wie vor im Fokus vieler Fotografen – aber auch soziale Themen haben eine große Bedeutung. „Ich möchte auf lange Sicht keine Mode mehr fotografieren – beziehungsweise nicht ohne sozialen/politischen Hintergrund.“ erklärt uns Leni in Hinblick auf ihre künftigen Pläne. „Ich will versuchen, dem Ganzen ein wenig mehr Bedeutung beizumessen.“


Was mag die Zukunft bringen?

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Und wie sieht die Zukunft aus? Was kommt in den nächsten 10 Jahren auf uns zu? Sicherlich ist das Thema Video ein großer Bereich, der noch stärker an Bedeutung gewinnen wird. Die verbauten Kameras in den Smartphones werden immer leistungsfähiger. Mit neuesten Technologien wie Augmented Reality verschmelzen sichtbare Realität und digitale Spielereien auch in Fotografien und Videos immer mehr – und vielleicht bringt uns Fotografie und Video irgendwann mal mehr als nur das Visuelle: „Am liebsten hätte ich auch noch ein Gerät was Düfte, Geräusche und das Gefühl von Sonne/Wind auf der Haut einfangen kann.“ träumt Leni. Wir dürfen gespannt sein, was uns alles noch erwarten wird. Aber egal, in welche Richtung es gehen wird: Der Grundgedanke der Fotografie bleibt – so wie Leni uns erklärt: „Bilder verstehen Menschen, ohne dass sie die gleiche Sprache sprechen müssen. Sie sind zeitlos.“.

Am liebsten hätte ich ein Gerät, das Düfte und das Gefühl von Sonne und Wind auf der Haut einfangen kann.

Instagram-Accounts

Was wäre eine Fotografin ohne Inspiration? Leni zeigt uns, auf welchen Instagram-Accounts sie sich so herumtreibt, um neue Kreativität fürs nächste Shooting aufzutanken.

@natgeo

Neben hauptsächlichem Modecontent tut es sehr gut hin und wieder auch tolle dokumentarische Fotografien, Naturphänomene etc. zu sehen. Meist auch mit kritischen Texten, die auf Problematiken der Erderwärmung, Korruption, Tierjagd hinweisen. Vor allem aber unglaublich gute Fotografien der besten Fotografen weltweit.

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@nbga.mag

@nbga.mag steht für no basic girls allowed und ist der instagram Kanal zum gleichnamigen Blog. Hier geht es vor allem um Moods die dazu noch farblich geordnet sind. Ich weiß nicht wie oft ich auf dem Kanal schon nach Inspiration gesucht habe. Die Auswahl der Bilder ist sehr besonders und füllt den Kopf mit Ideen. Ich entdecke hier auch immer wieder neue Models, Fotografen oder Künstler.

Zum Instagramprofil

@nasa

Auch wenn mir das Weltall etwas suspekt ist und ich mir keinen schöneren Planeten als die Erde vorstellen kann, haben die Bilder von Nasa was von Abenteuer. Die Welt von oben (oder aus dem All zu sehen), Sternengebilde zu bewundern... all das lässt einen weltliche Probleme manchmal vergessen oder zumindest im Verhältnis sehen.

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@c__l__o

Auch hier geht es in erster Linie um Inspiration. Da ich als Fotografin immer auf der Suche bin nach ungewöhnlichen Posen, Lichtideen oder Models, sind solche Accounts für mich Gold wert. Dieser Account verlinkt zu dem alles hervorragend und lässt mich daher viele Künstler entdecken.

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@diet_prada

Wer in der Mode arbeitet weiß: Es wird ständig und permanent kopiert. Aber nicht nur von Zara und co.; Auch die großen Designer kupfern oft ab. Diet Prada ist der Spürhund der Industrie und mit unendlich viel Modewissen aus den vergangenen Jahrzehnten kommen sie Designern immer wieder auf die Schliche. Das ganze in einem sehr zynishcen, sarkastischen Tonfall, der Spaß macht zu lesen. Zudem weißt Diet Prada auch immer wieder auf das Problem von Rassismus und Sexismus in der Modeindustrie hin und vertritt die richtigen Werte. Bonus on top: Es gibt sehr ehrliche Red-Carpet-Reviews!

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@bonniestrange

Eher bekannt als Model, für mich aber vor allem spannend, da sie lange als Fotografin gearbeitet hat und unglaublich kreative Fotos macht. Persönlich ist das ein Kanal wo ich jedes Bild kenne und auch jedes neue kaum erwarten kann.

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App-Tipps

Den letzten Schliff erhalten deine Fotos natürlich mit Unterstützung praktischer Apps. Und diese beiden findet Leni unentbehrlich:


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App-Tipp: VSCO

Mit der Foto-Bearbeitungs-App VSCO lassen sich deine Fotos im Nu aufpeppen – über vorgefertigte Filter oder zahlreiche individuelle Einstellungsmöglichkeiten.

App Store (iOS)

Google Play (Android)

App-Tipp: VSCO

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App-Tipp: Unfold

Deine Instagram-Stories könnten einen neuen Anstrich vertragen? Mit Unfold kannst du deine Fotos und Videos im angemessenen optischen Gewand als Story präsentieren.

App Store (iOS)

Google Play (Android)

App-Tipp: Unfold

Tidal-Playlist

Wer sagt eigentlich, dass Inspiration nur optischer Natur sein kann? Über Musik kannst du ebenfalls in verschiedenste Stimmungen eintauchen. In Ihrer TIDAL-Playlist zeigt dir Leni, mit welchen Tracks sie sich aufs nächste Shooting einstimmt.

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